Work-Life-Angebote: Arbeit und Leben im Einklang

Work-Life-Angebote : Arbeit und Leben im Einklang

Telekom-Beschäftigte profitieren von vielfältigen Work-Life-Angeboten. Ein Gespräch über die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Frau Schindera, Work-Life-Balance ist eines der wichtigen Themen unserer Zeit. Wie geht die Telekom damit um?

Jutta Schindera: Nun, für uns ist das Thema nicht neu, auch wenn man früher noch nicht von Work-Life-Balance gesprochen hat. Bereits vor 20 Jahren haben wir am Standort München die erste Kindertagesstätte eröffnet. Was gesellschaftlich betrachtet mit der Gleichberechtigung der Geschlechter und Leistungen für berufstätige Mütter angefangen hat, verfolgen wir längst in einem ganzheitlichen Ansatz. Das heißt, unser Work-Life-Balance-Konzept richtet sich an all unsere Beschäftigten, unabhängig davon, in welcher Lebensphase sie sich befinden. Sie umfasst zum Beispiel Angebote wie eine Ausbildung in Teilzeit für werdende Mütter oder gesundheitsfördernde Maßnahmen für ältere Arbeitnehmer. Wir sprechen daher auch nicht mehr von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern von der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Flexible Arbeitszeitmodelle sind sicherlich ein Schlüssel zur Realisierung dieses Konzepts, oder?

Schindera: Ganz klar, denn viele unserer Mitarbeiter haben lange Anfahrtswege, sind beruflich viel auf Reisen oder junge Eltern. Wo es aufgrund des Tätigkeitsfelds praktikabel ist, können diese einen Teil ihrer Arbeit gerne außerhalb des Büros, etwa von zu Hause aus leisten. In manchen Bereichen haben unsere Mitarbeiter daher keinen eigenen Arbeitsplatz im klassischen Sinne, sondern buchen sich jeweils einen freien Schreibtisch. Hier hilft uns natürlich die zunehmende Digitalisierung, die das Arbeiten in Netzwerken von überall her erst ermöglicht. Gleichzeitig wird von den Chefs nicht erwartet, dass unsere Mitarbeiter spät abends, am Wochenende oder gar im Urlaub E-Mails checken oder Anrufe entgegennehmen. Dazu haben sich unsere leitenden Angestellten unternehmensweit freiwillig verpflichtet.

Ihre Angebote als Arbeitgeber sind das eine. Wie sieht es mit der Nachfrage seitens Ihrer Angestellten aus?

Schindera: Ganz wichtig ist es, dass unsere Mitarbeiter Vertrauen in unsere Angebote haben und diese auch nutzen. Denn es bringt ja nichts, wenn jemand denkt: Je öfter ich vom Home-Office aus arbeite, desto schlechtere Karten habe ich. Unser Work-Life-Balance-Programm muss von unseren Führungskräften konsequent in die Teams hineingetragen werden. Deshalb informieren wir regelmäßig, zum Beispiel durch unsere Broschüre mit dem Titel „Work-Life@Telekom“, die all unsere Leistungen zusammenfasst, inklusive weiterführender Links und Ansprechpartner für jedes Einzelthema.

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Holen Sie sich von Zeit zu Zeit auch den Rat und die Expertise Dritter ein?

Schindera: Wir brauchen natürlich starke und zuverlässige Partner, um in Bereichen wie Kinderbetreuung, Pflege, Gesundheit oder Freizeitgestaltung qualitativ hochwertige Angebote liefern zu können. Denken Sie nur an unsere Ferienbetreuungsprogramme für die Kinder unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die wir zwar anbieten, aber natürlich nicht im Einzelnen ausgestalten. Deswegen arbeiten wir zum Beispiel bundesweit eng mit der Arbeiterwohlfahrt und mit kompetenten Partnern vor Ort zusammen wie zum Beispiel dem Netzwerk „Kinderbetreuung in Familien in Bonn“.

Ist auch das Thema Gesundheit Bestandteil Ihres Konzepts?

Schindera: Natürlich, das reicht von der Grippeprävention bis zu einem mobilen Fitnesscoach am Arbeitsplatz. Wir gehen das Thema Gesundheit auch gemeinsam mit unseren Betriebsärzten an, etwa in Form von kostenlosen Check-ups und Vorsorgeuntersuchungen. Aber auch wer sich etwa im Job überlastet fühlt oder an einer Suchterkrankung leidet, findet bei uns im Haus Hilfe, in Form von Ansprechpartnern, die absolute Vertraulichkeit und Anonymität gewährleisten.

Betrachten wir zum Schluss die Arbeitsumgebung hier im Haus. Sie wirkt fast schon gemütlich.

Schindera: Derzeit wird das Innenleben der Bonner Zentrale komplett umgestaltet. Die Küchenbereiche haben wir vergrößert, so dass dort auch spontane Besprechungen stattfinden können. Auch die Büros haben wir so gestaltet, dass sie die Kommunikation untereinander erleichtern und den Teamgeist fördern. Alle Schreibtische sind flexibel in der Höhe verstellbar und ermöglichen es, auch mal im Stehen zu arbeiten. Wer möchte, kann zwischendurch sogar ein sogenanntes Desk-Bike als Bürostuhl verwenden und damit auch am Schreibtisch in Bewegung bleiben. Und dann gibt es da noch unsere Eltern-Kind-Büros mit Wickeltischen und vielen Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kleinen.