Auf der Suche nach versteckten Bomben

Es gibt Länder, in denen vor vielen Jahren Krieg herrschte. In denen sich mittlerweile aber keiner mehr bekämpft. Trotzdem gehen immer wieder Bomben hoch, sie verletzen Menschen oder töten sie sogar. Diese Bomben sind Landminen.

Eine Digger Minenräumungsmaschine geht im Senegal auf die Suche nach Landminen.

Eine Digger Minenräumungsmaschine geht im Senegal auf die Suche nach Landminen.

Soldaten haben sie während des Krieges vergraben, etwa in Feldern oder an Wegen. Sie wollten damit zum Beispiel Feinde rund um ihr Militärlager abwehren. Experten schätzen, dass in fast 70 Ländern der Erde solche Landminen liegen. Etwa im Irak, in Kambodscha und in Afghanistan.

Aber wie wird man diese Landminen nun wieder los? "Das klappt zum Beispiel mit speziellen Fahrzeugen", sagt Eva Maria Fischer. Sie arbeitet für eine Hilfs-Organisation. Die Leute der Organisation versuchen, solche Landminen unschädlich zu machen. Dafür gehen sie zu Gebieten, wo Menschen Minen im Boden vermuten. Die Gebiete sperren sie mit einem rot-weißen Band erst einmal ab.

Ist das Gebiet flach wie etwa ein Feld, schicken sie spezielle Fahrzeuge darauf. Fachleute sprechen auch von Minenräum-Fahrzeugen. Diese Fahrzeuge werden aus der Ferne gesteuert und sehen ein bisschen aus wie Panzer. Vorne ist eine Art Schaufel, wie bei einem Traktor.

Darin ist eine große Rolle mit Spitzen. Die Rolle dreht sich. "Fährt das Gerät über ein Feld, stechen die Spitzen immer wieder in den Boden", erklärt die Expertin. "Treffen sie dabei eine Landmine, explodiert sie." Das Fahrzeug ist aus sehr starkem Material gebaut. Ihm machen kleine Minen nichts aus.

Diese Fahrzeuge erwischen oft aber nicht alle Minen. Meistens müssen Experten danach noch einmal auf das Feld. Sie suchen mit Hilfe spezieller Geräte oder mit Hunden alles noch einmal ab. Finden sie immer noch Minen, sprengen sie sie etwa aus sicherer Entfernung in die Luft. Dann erst ist das Feld endlich frei von gefährlichen Minen.