Alltägliche Ärgernisse

Kommentar

Als bahnfahrender Kunde der Stadtwerke Bonn (SWB) ist man einiges gewohnt: Dass man nicht rausschauen kann, weil Reklame die Scheiben verdunkelt. Dass junge Leute schlechte Musik laut übers Handy hören und überhaupt nicht verstehen, warum nicht alle mithören möchten.

Oder dass andere die S-Bahnen mit Mülleimern verwechseln oder ihre strapazierten Beine gerne auf gepolsterten Sitzen entspannen. Das sind die alltäglichen Ärgernisse, die nur noch übertroffen werden von den immer wiederkehrenden Verspätungen.

Eine Zeitlang sah es mal so aus, als wenn sich bei den Stadtwerken diesbezüglich alles zum Guten gewendet hätte. Nicht, dass die Bahnen auf die Minute pünktlich gewesen wären. Nein. Aber dass die Kunden per Durchsage zumindest über Grund und Dauer der Verspätung informiert wurden.

Dabei gibt es seit einigen Jahren sogar ein "Dynamisches Infosystem" auf den Bahnsteigen. An und für sich eine gute Sache, informiert es doch minutengenau, wann die nächste Bahn kommt. Oder doch nicht? Zuletzt in Ramersdorf, an einem Mittwochabend zeigte die Anzeige geschlagene 15 Minuten an, dass die nächste Linie 62 in drei Minuten kommt.

Besonders ärgerlich sind Totalausfälle, wie sie - wohl nicht nur - am Montag passierten. Dann springt die Anzeige halt munter weiter, bis irgendwann eine Bahn kommt. Durchsagen wären da für die SWB-Kunden extrem hilfreich. Dann könnte man sich ein Taxi nehmen. Oder gleich zu Fuß gehen.

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