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Sanierung im Berkumer Hallenbad geht weiter: Arbeiten sollen im laufenden Betrieb stattfinden

Sanierung im Berkumer Hallenbad geht weiter : Arbeiten sollen im laufenden Betrieb stattfinden

Nach acht Monaten pandemiebedingter Pause ist seit Juni wieder etwas los im Berkumer Bad. Viel ist bereits passiert in Sachen Sanierung

Seit Anfang Juni hallt wieder Kinderlachen aus dem Lehrschwimmbecken und dem Eltern-Kind-Bereich des Berkumer Schwimmbads. Nach acht Monaten pandemiebedingter Schließung kommen die Besucher auch unter den aktuellen Hygienebedingungen gerne ins Bad. Weitere Schließungen aufgrund der geplanten Sanierung sind nicht geplant. „Wir versuchen die Arbeiten so zu terminieren, dass der Betrieb aufrechterhalten werden kann“, sagt Christian Pohl, Fachbereichsleiter Infrastruktur bei der Gemeinde Wachtberg.

Für die meisten seien die Corona-Vorgaben so sehr in den Alltag eingeflossen, dass es kaum Probleme gebe, sagte Klaus Stein, Mitarbeiter im Hallenbad Berkum. Am Eingang sitze immer ein Kollege für die Eingangskontrolle. Die berühmten drei Gs für „getestet, geimpft oder genesen“ öffnen die Türen zum Planschvergnügen. Ausnahmen gebe es nicht, so Stein. „Wir mussten leider auch schon Gäste noch einmal nach Hause schicken, weil sie den Testbeleg zu Hause vergessen hatten.“ Das sei aber eher selten der Fall.

In der langen Zeit der Schließung habe das Team allerhand Reparaturen und Fliesenarbeiten durchgeführt sowie viele Flächen in der Halle, dem Eingangsbereich und im Technikraum neu gestrichen, so Stein. Wo Pumpen, Wasserbehälter und Filteranlagen für perfektes Badewasser sorgen, sind nun auch der Boden und die dazugehörigen Bodengitter repariert. Jetzt können die Mitarbeiter die schweren Paletten mit dem Marmorkies für die Säureregulierung wieder problemlos mit dem Hubwagen über den Boden und die Gitterroste im Technikraum fahren. „Das ist eine große Erleichterung“, findet Steins Kollegin Theresa Hoffmann ebenfalls.

Den Zuspruch zum Wachtberger Hallenbad trotz Corona bestätigte Kai Birkner, Geschäftsführer des Betreiberunternehmens Enewa. „Wir haben bis zur ersten coronabedingten Schließung einen stetigen Aufwärtstrend verzeichnet“, sagte er. Im letzten Jahr vor Beginn der Pandemie strömten rund 41 500 zahlende Gäste in die Halle. 2020 zählte das Bad trotz zwischenzeitlicher Schließungen und Einschränkungen im Zuge der ersten Wiedereröffnung 18 600 zahlenden Gäste. „Nutzer gibt es aber viel mehr“, sagt Birkner. In diesen Zahlen sind nämlich die intensive Nutzung durch die Schulen und örtliche Vereine nicht eingerechnet.

Pohl hofft, den Schwimmbetrieb im Rahmen der kommenden Sanierungen aufrechterhalten zu können. Nach der aktuellen Planung soll Anfang kommenden Jahres zuerst der Eltern-Kind-Bereich erweitert werden. Gehen die Arbeiten anschließend beim großen Sportbecken weiter, muss dieses Becken für zwei bis drei Monate geschlossen werden, so Pohl. Nach Möglichkeit sollen alle anderen Teilflächen in dieser Zeit nutzbar bleiben. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, sollen anschließend die Räumlichkeiten des Gastronomie-Betriebes am Eingang des Hallenbades saniert werden.

Was die Taktung der Firmen angeht, zeigte sich der Fachbereichsleiter vorsichtig in der Einschätzung. Gerade mit Blick auf die Arbeitsbelastung der Betriebe infolge der Unwetterkatastrophe müsse man erst sehen, „ob man die Kapazitäten der Firmen, die man benötigt, auch bekommt.“ Eine genauere Einschätzung dazu sei frühestens nach den ersten Ausschreibungen und den passenden Rückläufen möglich. Zurzeit plant die Gemeinde, die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen für 2,5 Millionen Euro bis zum Ende des kommenden Jahres abschließen zu können.