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10. Bonner Fähr-Rad-Tag: Kostenlos mit dem Fahrrad die Rheinfähre nutzen

Zehnter Fähr-Rad-Tag in Bonn : Radfahrer können kostenlos mit der Fähre den Rhein überqueren

Beim zehnten Bonner Fähr-Rad-Tag durften Radfahrer am Sonntag kostenlos mit der Fähre in Bad Godesberg oder Mondorf den Rhein überqueren. Erstmals präsentierten sich dabei auch regionale Tourismusverbände.

Auch in diesem Jahr ist der ADFC Bonn/Rhein-Sieg nicht alle 5000 Fährtickets losgeworden. Aber der Aktionstag, den der Fahrradclub zum zehnten Mal an der Godesberger und der Mondorfer Fähre durchgeführt hat, war wieder ein Erfolg. Etliche Fahrradfahrer nutzten am Sonntag die Gelegenheit, kostenlos mit einer der Fähren den Rhein zu überqueren.

Darunter auch Steffi und Uli mit ein paar Freunden, die nahezu an jedem Wochenende radeln. Sie fuhren am linken Rheinufer nach Süden, setzten bei Bad Godesberg über und fuhren auf der rechten Rheinseite wieder Richtung Beuel. „Wir wussten von der Aktion“, sagte Uli. Aber die Route hätten sie ohnehin fahren wollen. „Das passte zufällig.“ Nichts für die Überfahrt bezahlen zu müssen, war natürlich ein netter Bonus.

Die Aktion zahle der Club von den Mitgliedsbeiträgen, erklärte Organisatorin Anke Pabst. Dafür hat man mit dem Fährbetreiber abgemacht, dass pro Radfahrer auf der Fähre ein Euro gezahlt wird. Um das nachhalten zu können, wurden auf den Fähren nummerierte Tickets an alle verteilt, die mit ihrem Drahtesel ankamen. „Das ist eine gute Sache“, sagten Johanna und Max, die mit Töchterchen Emma (4) auf der Fähre Richtung Bad Godesberg unterwegs waren.

ADFC hofft auf neue Mitglieder

Clubmitglieder sind sie nicht, aber es wäre eine Überlegung wert, meinten sie, vor allem, weil der ADFC sich auch verkehrspolitisch engagiere. „Ich würde gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, aber es geht nicht, weil auf der Strecke kein Radweg ist“, sagte die Familienmutter.

An allen vier Fähranlegern warben Clubmitglieder für die Mitgliedschaft, die am Sonntag für unschlagbare 19 Euro fürs Einstiegsjahr hätte abgeschlossen werden können. Das Angebot hätten allein am linken Godesberger Anleger schon gut 20 Personen angenommen, teilte Clubmitglied Markus Odendorp mit. Man könne nach dem einen Jahr wieder kündigen oder aber dabeibleiben für den normalen Preis, wenn einen das Angebot rund um Radreisen, geführte Touren, Fahrkurse und sonstige Dinge überzeugt habe – und darauf hofft der ADFC Bonn/Rhein-Sieg natürlich auch. Der Bonner Fähr-Rad-Tag sei natürlich auch Mitgliederwerbung, sagte Martin Jennes vom Vorstand. Denn jedes weitere Mitglied gebe dem Club auch für sein politisches Engagement zusätzliches Gewicht und ermögliche, dass solche Aktionen künftig wiederholt werden.

Erstmals präsentierten sich an den Anlegern auch regionale Tourismusverbände: An der Mondorfer Fähre konnte man sich rechtsrheinisch über die Angebote der Naturregion Sieg erkundigen – und sich in einem Biergarten erfrischen –, linksrheinisch stellte sich die Radregion Rheinland vor. Und in Bad Godesberg beantwortete Eva Konrath für die Rheinische Apfelroute Fragen der Passanten.

Dort konnte man neben der eigentlichen Apfelroute auch sechs Ergänzungsrouten in den einzelnen Vorgebirgskommunen kennenlernen, die teils gerade erst fertiggestellt wurden. Weitere Routen seien erstmal nicht geplant, so Konrath. Eher wolle man die vorhandenen Strecken weiter ausbauen, etwa indem man weitere Liegebänke hinzufüge oder neue Höfe am Wegesrand als Apfelroutenstationen gewinne. Die Rheinische Apfelroute ist auch Messepartner des ADFC, der laut Pressesprecher Axel Mörer hofft, im nächsten Jahr endlich wieder eine Radreisemesse durchführen zu können – die erste seit 2019.