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Friesathlon: 20.000 Meter pures Vergnügen beim Spaß-Triathlon in Friesdorf

Friesathlon : 20.000 Meter pures Vergnügen beim Spaß-Triathlon in Friesdorf

"Fast 20.000 Meter pures Vergnügen" hieß es am Sonntagvormittag für die 170 Teilnehmer des mittlerweile siebten "Friesathlons" in und um das Friesdorfer Freibad. Elf Kilometer Radfahren, 500 Meter Schwimmen und rund neun Kilometer Laufen waren beim Spaßtriathlon der Freibad-Freunde Friesdorf (FFF) zu bewältigen.

Wer sich das nicht alleine zutraute, der konnte sich mit zwei Mitstreitern zu einer Staffel zusammentun und die Disziplinen aufteilen. So wie "Die Markgrafen" Werner Sodoge, Lutz Emrich und Stefan Wrobel. Ihnen kam die Idee zur Teilnahme an einem Frühlingsabend. "Wir wollten einen Gegenentwurf zu den Spitzenathleten starten und ganz im Sinne der Idee des Jedermann-Triathlons mitmachen", erklärt Werner Sodoge, der Läufer im Team.

Sein Kollege Stefan Wrobel übernimmt die Radstrecke. "Ich fahre regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit", berichtet er. "Das ist schon ein ganz gutes Training." Lutz Emrich, der Dritte im Bunde, hatte sich freiwillig für das Schwimmen gemeldet. "Ich trainiere seitdem eher mäßig als regelmäßig", gesteht er, "bin aber dennoch zuversichtlich."

Im Vorfeld hatten die drei am offiziellen Training teilgenommen und sind mit Mike Speich die Strecke abgefahren. Der Organisationsleiter hatte viele Tipps und nette Anekdoten parat wie die einer Engländerin, die sich seinerzeit im Wald verfahren hatte und am Waldkrankenhaus herauskam.

Vor dem Startschuss animierte Personaltrainer Jean-Camille Yakeleba die Athleten zu einem kurzen Aufwärmtraining, damit alle verletzungsfrei durch das Rennen kommen. Glücklicherweise gab es noch nie schwerwiegende Unfälle beim "Friesathlon". Für alle Fälle stand aber das DRK bereit.

Pünktlich um 9.20 Uhr fiel dann der Startschuss für die erste Radfahrgruppe. Die Strecke führte durch Friesdorf in den Kottenforst und wieder zurück ins "Friesi". Bereits nach 21:34 Minuten kehrte Bernd Löhr vom Staffelteam "Die Hasskis" als erster Radfahrer zurück und übergab an Schwimmer Leo Weinelt. Das mit 23 Grad recht angenehm temperierte Sportbecken füllte sich zusehends mit Athleten, die zügig ihre 20 Bahnen zogen, um dann zum Laufen zu wechseln oder an den Schlussläufer zu übergeben. Um 10 Uhr war Startschuss für die "regulären" Einzelstarter.

Die Altersspanne des 7. "Friesathlon" reichte von 16 bis 74 Jahren. Gesamtsieger war Gero Sieberger (Jahrgang 1973) mit 1:07:38 Stunden. Bei den Frauen siegte Thurid Buch vom Alfterer SC (Jahrgang 1971) mit 1:13:24 Stunden. Adolf John, der mit 74 Jahren älteste Teilnehmer, benötigte 2:00:08 Stunden für die Strecke. Bei den Staffeln siegten "Die Hasskis" mit Bernd Löhr (Rad), Leon Weinelt (Schwimmen) und Niklas Hass (Laufen) mit 1:10:05 Stunden.

"Die Markgrafen" kamen immerhin auf Platz zehn von insgesamt 23 teilnehmenden Staffeln. "Damit sind wir voll und ganz zufrieden", sagt Werner Sodoge. "Und im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei."

Auch Organisationsleiter Mike Speich zeigte sich sichtlich zufrieden. "Wir sind rundum glücklich mit dem Verlauf der Veranstaltung." Sein Organisationsteam mit Willi Kirschfink, Dietmar Pannenbecker, Boris Krickow, Jörg Bendix, Sven Fries, Michael Deckert, Frank Lehser und Michael Krupp wurde entlang der Strecke und im Schwimmbad von 70 Helfern unterstützt, die größtenteils aus den Reihen der Jugendfeuerwehr Godesberg stammen. Insgesamt 14 Sponsoren sorgten für finanzielle Unterstützung.

Das "Friesi" war bereits am Freitagabend ein Anziehungspunkt in Friesdorf. Wie auch im letzten Jahr hatten die Freibad-Freunde Friesdorf (FFF) wieder zur Mittsommernacht ins beliebte Familienbad eingeladen. 200 Gäste genossen bei freiem Eintritt schwedische Spezialitäten und die Vorführungen des Bonner Modellschiffchenklubs. Musikalisch begleitet wurde die Mittsommernacht von der Dixie-Band Watchhill Stompers.