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BBB macht's möglich: 9:8 für CDU-Kandidatin Stein-Lücke

BBB macht's möglich : 9:8 für CDU-Kandidatin Stein-Lücke

Simone Stein-Lücke ist die neue Bezirksbürgermeisterin von Bad Godesberg. Die CDU-Kandidatin setzte sich gestern im ersten Wahlgang gegen Hillevi Burmester von der SPD durch. Das Ergebnis fiel bei zwei Enthaltungen mit neun zu acht von insgesamt 19 Stimmen denkbar knapp aus.

Burmester ist nun Erste stellvertretende Bürgermeisterin, Michael Rosenbaum vom Bürger Bund Bonn Zweiter stellvertretender Bürgermeister. In einer ersten Reaktion und umringt von Gratulanten sagte die Siegerin: "Ich bin froh, dass ich jetzt mitgestalten darf, werde mich zum Wohle Bad Godesbergs sehr anstrengen und denke, dass ich viel bewegen kann". Hillevi Burmester nahm die knappe Niederlage sportlich, ohne ihre Enttäuschung zu verhehlen: "Mich haben sehr viele Menschen zur Kandidatur ermuntert, das hat mich angetrieben. Wir haben mit mehreren anderen Parteien verhandelt, viel mehr konnten wir nicht tun".

Eine Aussage, mit der die Sozialdemokratin das Abstimmungsergebnis aus eigener Sicht durchaus treffend beschrieben hatte. Informationen dieser Zeitung zufolge hatten zum Zwecke der Mehrheitsbeschaffung noch am Nachmittag die Leitungen zwischen verschiedenen Fraktionen geglüht. Das Abstimmungsergebnis offenbarte dann gleich mehrere Überraschungen: So konnte sich die CDU der Unterstützung durch beide Vertreter des Bürger Bundes sowie Jürgen Bruder von der FDP erfreuen - macht unterm Strich neun Stimmen.

Hillevi Burmester, der neben der eigenen vierköpfigen Fraktion vorab auch Ralf Ehresmann (Linke), Ulli Hauschild (FDP) sowie die Grünen ihre Hilfe avisiert hatten, kam anstatt der somit zu errechnenden neun jedoch nur auf acht Stimmen. Juppi Schaefer, gestern Abend in unnachahmlicher Art als "Alterspräsident" und Wahlleiter im Einsatz, hatte schon vorab seine Enthaltung in Aussicht gestellt. Um die zweite Enthaltung gab es dann auch kein langes Versteckspiel: Andreas Falkowski (Grüne) machte aus seinem abweichenden Votum keinen Hehl. "Ich hatte das in der Mitgliederversammlung auch so angekündigt", sagte er. Hätte er für Burmester gestimmt, wäre es zu einem zweiten Wahlgang, danach womöglich zum Entscheid per Losverfahren gekommen. Ein kurzer Abend, aber ein Abend mit Gift für die Nerven.