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NCG-Sportlehrerin Marina Molkenthin: Abschied von der Schule nach 35 Jahren

NCG-Sportlehrerin Marina Molkenthin : Abschied von der Schule nach 35 Jahren

Eine engagierte Lehrerin denkt immer zuerst an ihre Schüler. So auch Marina Molkenthin. "Wer kümmert sich denn gleich um meine Klasse?", fragt sie, als die erste freudige Überraschungsstarre verflogen ist. "Alles geklärt", beruhigen die Kollegen. Minuten zuvor war Marina Molkenthin, Diplom-Sportlehrerin am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium (NCG), aus dem Schulgebäude getreten und war von ihrem Mann Klaus Molkenthin mit einer weißen Stretch-Lincoln-Limousine überrascht worden.

So hatte sie sich ihren Abschied in die passive Altersteilzeit wohl nicht vorgestellt - auch wenn sich so ein Traum von ihr erfüllte: "Ja, wir wollten schon lange sehr gerne mal mit so was fahren", freut sich die Sportlehrerin. Zunächst kam sie jedoch kaum bis zu der Limousine durch, so viele Hände musste sie schütteln. Seit dem 1. Februar 1978 ist sie nun schon am NCG, viele Schulmannschaften hat sie begleitet, auch Referendarausbildungen durchgeführt.

"Das ist meine erste Schule gewesen. Und auch meine letzte", lächelt Marina Molkenthin. Wehmut verspüre sie natürlich schon, nach der ganzen Zeit. "Aber ich habe ja jetzt auch einige Jahre auf diesen Tag hingearbeitet, deswegen freue ich mich auch sehr."

Der stellvertretende Rektor Gottfried Rottländer ließ seine Kollegin ungern gehen: "Sie ist sehr beliebt bei Kollegen und Schülern. Wir werden sie im Kollegium auch noch gebührend verabschieden." Bepackt mit einem großen Blumenstrauß trat sie dann gemeinsam mit ihrem Mann die Fahrt nach Hause an.