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Schwerlastkran unterhalb der Godesburg im Einsatz: Acht Tonnen schweres MRT schwebt in Praxis

Schwerlastkran unterhalb der Godesburg im Einsatz : Acht Tonnen schweres MRT schwebt in Praxis

Eine radiologische Praxis in der Bad Godesberger Fußgängerzone hat am Mittwoch ein neues rund acht Tonnen schweres MRT bekommen. Mit Hilfe eines Schwerlastkranes wurde das empfindliche

Für die Passanten in der Bad Godesberger Innenstadt war es ein interessantes Spektakel, für die beteiligten Fachleute Millimeterarbeit bei Nieselregen: Das Radiologische Institut Bonn-Bad Godesberg, das seine Praxis Am Michaelshof hat, hat am Mittwochvormittag ein neues MRT-Gerät bekommen. Mit einem speziellen Unterbau bringt das hoch sensible Instrument rund acht Tonnen auf die Waage. Um es in die Praxis zu bekommen, wurde ein Teil der Außenwand der Praxis entfernt. Der Arbeitsbereich wurde abgesperrt, Fußgänger konnten dennoch die Geschäfte erreichen. Das alte MRT wurde bereits vor ein paar Wochen ebenfalls per Kran aus der Praxis geholt.

40-Tonnen-Spezialkran war im Einsatz

In der Fußgängerzone wurde zwischen dem Gebäude und der Treppe zum Altstadt-Center eine Gerüstkonstruktion errichtet. Auf diese wurde das MRT vorsichtig abgesetzt und dann von den Fachleuten einer spezialisierten Umzugsfirma an seinen Bestimmungsort gezogen. Ein 40-Tonnen-Spezialkran hob das MRT zuvor aus einem Lastwagen, führte es über das Gebäude und setzte es dann ab. In den kommenden vier Wochen wird das Gerät nun von Fachleuten eingestellt und für einen ersten Einsatz vorbereitet.

Offenes MRT macht Untersuchungen einfacher

Bei dem MRT handelt es sich nicht um die übliche „Röhre“, die viele Patientinnen und Patienten von ihren Untersuchungen kennen. „Bei unserem neuen Gerät handelt es sich um ein offenes MRT, so dass die Patienten sich nicht in einem geschlossenen Raum befinden“, erklärte Dr. Bernhard-Paul Knopp, ärztlicher Leiter des Instituts.Dadurch würde die Untersuchung vor allem für Menschen mit Platzangst sehr viel einfacher. Dr. Nader Amirfallah, Geschäftsführer des Instituts, kann dies bestätigen. 17 Jahre lang habe er in Dortmund bereits mit offenen MRTs gearbeitet und nennt als Beispiel eine Untersuchung der Hand, die in einem geschlossenen MRT für den Patienten unangenehmer sei, weil er auf dem Bauch liegen und den Arm anwinkeln müsse.

Investition von mehr als einer Million Euro

„Die ursprüngliche Planung für die Neuanschaffung hatte schon vor der Pandemie begonnen“, so der Facharzt für Radiologie. Durch die Lockdowns habe sich die Planung entsprechend verschoben. Das Institut habe nach eigenen Angaben weit über eine Million Euro in das neue MRT investiert. Im Juli soll dann die erste Untersuchung der ersten Patientin oder des ersten Patienten erfolgen.