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Einige Besucher missachten Maskenpflicht: Ärger über Gedränge beim Antikmarkt in Bad Godesberg

Einige Besucher missachten Maskenpflicht : Ärger über Gedränge beim Antikmarkt in Bad Godesberg

Ein Anwohner übt Kritik am ersten Antik- und Trödelmarkt in Zeiten der Corona-Krise. Am Sonntag waren zahlreiche Besucher in die Fußgängerzone gekommen. Jeder „zehnte bis 20. Besucher“ habe die Maske aber nicht oder nicht korrekt getragen, ärgert sich der GA-Leser.

Der erste Antik- und Trödelmarkt in Zeiten der Corona-Krise hat am Sonntag zahlreiche Besucher in die Fußgängerzone gelockt. Hunderte Menschen seien dicht gedrängt unterwegs gewesen, berichtet ein Anwohner. Zwar habe es Personal gegeben, das auf die Maskenpflicht hingewiesen habe, dennoch aber „hatte jeder zehnte bis 20. Besucher die Maske nicht oder nicht korrekt an“, ärgert sich der GA-Leser. Vom Sicherheitsabstand ganz zu schweigen. Eine Veranstaltung dieser Art „mit einer solchen Umsetzung bei aktuell wieder steigenden Fallzahlen ist einfach nur fahrlässig“. Dieser Meinung ist auch ein weiterer Anlieger. So gut könne gar kein Sicherheitskonzept sein, „um auf dem engen Raum auch wirklich Sicherheit zu bieten“, stellt er fest.

Stadtmarketing kann Kritik nicht nachvollziehen

Beim Veranstalter, dem Verein Stadtmarketing, kann man die Kritik nicht nachvollziehen. „Wir hatten sechs Security-Leute, die ständig darauf geachtet haben, dass Masken getragen und Abstandsregeln eingehalten wurden“, sagt Vorsitzender Jürgen Bruder. An den 140 Ständen habe es keine Probleme gegeben, die Besucher seien mehrheitlich sehr diszipliniert gewesen – lediglich rund zehn Prozent waren unbelehrbar, schätzt Bruder.

Zwei Vorfälle habe es gegeben. So hätten sich die Besucher geweigert, Masken zu tragen und gepöbelt. Darüber hinaus sei es Am Fronhof fast zu Handgreiflichkeiten zwischen zwei Kunden gekommen. Der eine habe den anderen aufgefordert, seine Maske aufzusetzen. Als dieser sich weigerte, wurde es laut. Die Polizei wurde gerufen. Doch bevor diese eintraf, so Bruder, war der Maskenverweigerer schon verschwunden. Er selbst habe an einem Hygienestand auf dem Theaterplatz kostenlose Masken verteilt.

„Ich konnte den Markt also sehr gut überschauen.“ Wie viele Besucher vorbeischauten, vermochte er nicht zu sagen. Die Leitstelle des Stadtordnungsdienstes erreichte eine Beschwerde, dass eine Gruppe von Marktbesuchern keine Masken tragen würden“, so Kristina Buchmiller vom Presseamt. Bevor die städtischen Mitarbeiter eintrafen, habe der Bürger erneut angerufen und mitgeteilt, „dass die betreffende Gruppe nach Aufforderung des Veranstalters den Platz bereits verlassen hatte“. Der Ausrichter hatte ein Hygienekonzept eingereicht, „auf dessen Basis die Genehmigung erteilt wurde“. Die Stadt werde Kontakt zuihm aufnehmen.