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Kommentar: Ärgernis Bahnhof

Kommentar : Ärgernis Bahnhof

Die Baustelle am Godesberger Bahnhof bleibt ein großes Ärgernis. Das liegt vor allem an der schlechten Kommunikation der Deutschen Bahn.

Immer wieder erreichen den General-Anzeiger Anrufe von gehbehinderten Menschen, die auf den Bahnsteigen buchstäblich gestrandet sind. Ein Mann berichtete gerade, dass er fast eine Stunde gebraucht habe, um die 120 Stufen der provisorischen Treppenanlage zu überwinden.

Auf GA-Nachfrage hatte die Bahn-Pressestelle zwar angekündigt, dass es bei der Buchung www.bahn.de einen Hinweis auf die Baustelle geben solle. Aber nach wie vor: Fehlanzeige. Im Internet gibt die Bahn nur Informationen zu Fahrplanänderungen aufgrund von Baustellen. Da die Züge in Godesberg aber ganz normal rollen, findet man keinerlei Informationen zu den Beschwernissen, die die Fahrgäste bei der Ankunft erwarten.

Trotz Nachfrage gibt es bisher keine Antwort von der DB-Pressestelle auf die Frage, ob die Nutzung von Straßenbahnen mit DB-Tickets ermöglicht werden kann. Es wäre dazu eine Absprache mit den Bonner Stadtwerken erforderlich. Die Kunden könnten im Hausbahnhof in die Stadtbahnen der Linien 16 und 63 umsteigen und so barrierefrei in Godesberg aussteigen. Aber hier verweist die Bahn lediglich auf notwendige Abstimmungen "auch außerhalb der DB".

Abstimmungsbedarf gibt es auch in Sachen Denkmalschutz. Obwohl die Bauarbeiten schon laufen, ist noch nicht klar, wie der neue Fußgängertunnel aussehen soll. Die Verhandlungen mit der Stadt laufen offenbar sehr zäh. Dabei wäre ein hochwertig gestalteter Tunnel, der zum denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude passt, zumindest etwas Entschädigung für die Ärgernisse vorher.