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Caracciola-Cup 2015: Alte Schätzchen auf großer Tour

Caracciola-Cup 2015 : Alte Schätzchen auf großer Tour

Mit einem Augenzwinkern sprach Caracciola-Cup-Moderator Ulli Hauschild von "einer Schicksalsgemeinschaft mit Weltuntergangsstimmung." Gemeint waren all die Oldtimerfreunde, die am Samstagvormittag in ihren alten Schlitten an der Siegfriedstraße vorfuhren, um am 14. Caracciola-Cup des Godesberger Motorclubs (GMC) teilzunehmen.

Dass da der ein oder andere Ängste um seinen schönen Oldtimer auszustehen hatte, war allerdings keinem anzusehen, im Gegenteil: Unter reger Anteilnahme der Bevölkerung und bei bestem Oldtimer-Wetter wurde jeder der mehr als 100 fröhlichen Oldtimer-Besitzer vom Moderationsduo Hauschild und Hans-Christoph Schäfer, Vorsitzender des GMC, kurz vorgestellt und sodann ins Rennen geschickt. Wobei es sich bei dem Cup eher um eine touristische Oldtimerausfahrt nebst Geschicklichkeitsprüfungen handelt.

"Wir sind von Beginn an dabei", berichteten beispielsweise Rita und Heinrich Schröder aus Niederbachem, die in ihrem Mercedes 190 DC Heckflosse, Baujahr 1965, vorfuhren. "Das Rahmenprogramm stimmt, alles ist absolut stressfrei und der Schlusspunkt bei Rhein in Flammen im Rosenpark ein schöner Abschluss", meinte Heinrich Schröder.

Seit über zehn Jahren organisiert der GMC die nach dem berühmten Rennfahrer aus Remagen, Rudolf "Karratsch" Caracciola, benannte Ausfahrt, "und noch nie war das Interesse so groß", stellte Schäfer zufrieden fest. Auch in diesem Jahr führte die Fahrt die Teilnehmer durch die schönsten Gegenden der Region Mittelrhein und Umgebung. "Im Vordergrund steht für uns bei der Ausrichtung einer solchen Fahrt das Sehen und Gesehenwerden", sagte Schäfer. "Seit etlichen Jahren freuen sich die Starter auf die Fahrt, die im Ursprung erst nur für den Bonner Oldtimer Club ausgerichtet wurde und mittlerweile ein fester Bestandteil der Ahrmeisterschaft ist."

Klangvolle Namen aus alter Zeit waren ebenso mit dabei wie Sportautos vergangener Tage. So freuten sich Organisatoren und Zuschauer unter anderem über ein großes Feld aus Porsche 911, vielen englischen Roadstern und sogar einigen Vorkriegswagen.

Besonders stolz fuhr der gebürtige Mehlemer Reinhard Stein mit Ehefrau Elfi und Hund Sally im Daimler Benz 250 SE Coupe, Baujahr 1966, vor. "Ich wurde hier gleich um die Ecke geboren", erzählte er. "Und bin schon einige Male mitgefahren, weil ich die gute Atmosphäre unter den Teilnehmern schätze." Mit gewissem Stolz präsentierte auch Rüdiger Wolf aus Niederkassel sein Auto - sein Hochzeitsauto, ein blauer Fiat 500 F, Baujahr 1969.

Am Ende der rund 250 Kilometer langen Ausfahrt trafen sich die Teilnehmer im Rosenpark zur Abschlussfeier im Schatten des Drachenfelses. Dort hatte der GMC auch Vereinsfahrzeuge ausgestellt, mit denen die Nachwuchsfahrer gefördert werden.