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Amos-Comenius-Gymnasium bekommt neue Bioräume

Photosynthese anschaulich gemacht : Bad Godesberger Amos-Comenius-Gymnasium bekommt neue Bioräume

Das Amos-Comenius-Gymnasium in Pennenfeld weiht neue Bioräume ein, für die 300.000 Euro ausgegeben wurden. Die Eltern helfen mit, modernes Lernen zu ermöglichen.

Das Experiment, das Lehrer Arnd Riemenschneider am Donnerstag in den nagelneu sanierten Biologieräumen des Amos-Comenius-Gymnasiums mit der Klasse 8c durchführte, war brandaktuell: Nachdem die Schüler bereits mittels einer Kerze nachvollzogen hatten, wie fossile Brennstoffe entstehen und so den Treibhauseffekt und den Klimawandel vorantreiben, wollte Riemenschneider ihnen nun demonstrieren, wie man dem Klima auch wieder das Treibhausgas CO2 entziehen kann: mittels Photosynthese.

Dazu gab es unter zahlreichen Blicken von Gästen eine Versuchsanordnung zu sehen, bei dem eine Schülerin die Pflanze unter ein luftdicht verpacktes Glas platzierte, inklusive eines CO2-Messgerätes. Die Schüler konnten nun Dank einer Dokumentenkamera und eines Beamers live Zeuge werden, wie die Kohlenstoffdioxid-Konzentration fiel. Möglich gemacht hat die Anschaulichkeit des Experimentes vor allem die aufwendige Sanierung der Biologieräume, die offiziell in Betrieb genommen wurden – nicht die erste Einweihung des Schulträgers in den vergangenen Jahren, was die 750 Schüler zu schätzen wissen.

Modernisierung des Innenausbaus der Physikräume

Neben Schulleiter Christoph Weigeldt, seiner Stellvertreterin Cordula Grunow und Elternvertretern war auch Sascha Flüchter für den Schulträger gekommen. Er ist Leiter des Dezernats für Kirchliche Schulen im Düsseldorfer Landeskirchenamt der evangelischen Kirche im Rheinland. Ihm war der Besuch ein Anliegen, „denn in den letzten Jahren sind an dieser Schule die Räume für Naturwissenschaften insgesamt instand gesetzt worden.“ Genauer gesagt vor zwei Jahren die Räume für Chemie und Informatik und im vergangenen Jahr die für Physik. „In diesem Jahr ist die Biologie dran“, so Flüchter.

Was die dafür fälligen Investitionen angeht, ergänzt Weigeldt: „Für die Chemieräume war das sehr viel Geld, weil dort auch an der Statik etwas geändert werden musste.“ Der Schulleiter spricht von einem Betrag von „sicherlich knapp einer Million Euro“. Für die Modernisierung des Innenausbaus der Physikräume seien rund 400.000 Euro und für den letzten Bauabschnitt, die Sanierung der Biologieräume, nochmals 300.000 Euro fällig geworden.

Weigeldt lobte ausdrücklich auch die Elternschaft: „Über die Schulstiftung ist ein Teil der Modernisierungskosten über Elternspenden bestritten worden, ansonsten wäre das überhaupt nicht zu leisten gewesen.“ Er sagte, dass allein bei der Modernisierung der Biologie so rund 100.000 Euro bestritten worden seien. Marcus Lochte, Mitglied im Kuratorium der Schulstiftung, bestätigte, dass die regelmäßigen Spenden ein wichtiges Element seien: „Die Schüler sehen, dass damit auch etwas zum Anfassen geschaffen wird.“

In der Tat wussten Marla Buchsteiner und Marius Hinze, Sprecher der Schülermitverwaltung, das Engagement zu schätzen: „Für uns hat die Sanierung einen großen Stellenwert, weil man einfach besser lernen kann“, sagte Buchsteiner. Vor allem die neue technische Ausstattung, hier Beamer statt Overheadprojektor, ist laut Hinze und Buchsteiner ein Segen: „Der Overheadprojektor war laut, grell und hat eigentlich nicht richtig funktioniert.“ Hinze: „Ein Schüler hat sogar gesagt, die neuen Räume sehen richtig heimelig aus.“