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Fassadengestaltung: Anwohner stören sich an Reklametafeln

Fassadengestaltung : Anwohner stören sich an Reklametafeln

"Bürofläche zu vermieten", "Haus zu verkaufen", "Edelmetalle gesucht". Es sind Schriftzüge wie diese, die von manchem Anlieger als störend empfunden werden.

Vor allem dann, wenn sich die Reklame auf einem fest angebrachten Banner oder Schild befindet, das über Monate an einer Hausfassade in der Nähe des eigenen Wohnortes prangt. In Bad Godesberg fordern Bürger die Stadtverwaltung jetzt dazu auf, gegen die vermeintliche Verschandelung vorzugehen. Ihr Bürgerantrag steht demnächst in der Bezirksvertretung zur Beratung an.

"Zunehmend werden im Villenviertel, Plittersdorf und Rüngsdorf zwischen drei und vier Quadratmetern große Werbetafeln von Maklern und Bauträgern aufgestellt. Meist sind die Werbeanlagen unlösbar befestigt, es handelt sich um Festmontagen, die somit von Art und Größe genehmigungspflichtig sind", so begründen die Urheber ihren Bürgerantrag.

Darin monieren sie nicht nur die Dimension der Reklametafeln, sondern auch den Umstand, dass die Schilder und Banner zumeist über Monate an einem Ort hingen, obwohl sie - wenn überhaupt - nur für wenige Wochen zulässig wären.

"Makler und Bauträger interessiert das aber nicht. Hier werden einfach Fakten geschaffen", klagen die Petenten. Als konkrete Negativbeispiele verweisen sie beispielsweise auf Häuserfassaden an der Ubierstraße im Abschnitt zwischen Denglerstraße und Rheinallee.

Sie sind überzeugt: "Die Werbeanlagen dort beeinträchtigen massiv das Stadtbild. Zudem ist erwiesen, dass eine Häufung der Schilder nicht zu mehr Verkauf führt, sondern zu einer negativen Imagebildung für die Stadtviertel." Eine ähnliche Diskussion hatte es vor Jahren mit Blick auf die Innenstadt gegeben, ein Ergebnis war die Gestaltungssatzung für die City.