1. Bonn
  2. Bad Godesberg

Apotheker in Bad Godesberg warten auf Lieferungen der Corona-Selbsttests

Selbsttests in Bad Godesberg : Apotheker warten auf Lieferungen der Corona-Testsets

Während einige Bad Godesberger Apotheken noch Corona-Selbsttests haben, warten andere sowie Drogeriemärkte auf neue Lieferungen. Im Vergleich zum Sommer sind die Preise stark gestiegen. Mancherorts sind die Abgabemengen reglementiert.

Durch die vierte Coronawelle sind Laien-Selbsttests zu Mangelware geworden – auch in Bad Godesberg. Wer sich auf den Weg in die City macht, um einen solchen Test zu kaufen, wird oftmals enttäuscht. Im Sommer sah die Situation noch ganz anders aus: Weil die Nachfrage nach den Tests gesunken war, wurden sie teilweise für 0,80 Euro das Stück verkauft. Findet man nun einen Test, werden viel höhere Preise fällig: Die hohe Nachfrage und gestörte Lieferketten sind schuld.

Apotheken warten auf Lieferungen

Ihren letzten Selbsttest hat Apothekerin Ute Schneider-Jacobs in ihrer Burg-Apotheke am 22. November verkauft: „Wir warten auf eine neue Lieferung“. Wann die ankommt, ist unklar. Klar sei nur, dass die Selbsttests teurer werden. Schneider-Jacobs schätzt, dass sie ihre Tests, wenn sie angekommen sind, für 3,95 Euro pro Stück verkaufen wird. Über die Preise sprechen nur die wenigsten Apotheker mit dem GA.

Einkaufspreise steigen täglich

„Die Einkaufspreise steigen täglich, das müssen wir leider weitergeben“, so Stephanie Bieniek von der Robert-Koch-Apotheke. Einen Preis nennt sie zwar nicht, nur, dass sie am Mittwoch noch Tests hatte. Stefan Fröhling von der Alten Apotheke wartet ebenfalls auf eine Lieferung, die bereits unterwegs sei. Dass die Tests teurer werden, bestätigt auch er. Die Belegschaft der Easy-Apotheke am Michaelshof wartet ebenfalls auf eine Lieferung. Preise und maximale Abgabemenge pro Kunde seien noch nicht bekannt. „Wir warten“, heißt es auch bei der Turm-Apotheke. Mit einem Zettel an der Türe würde man die Kunden zwar informieren, dass es aktuell keine Tests gebe, dennoch würden viele fragen, sagt eine Mitarbeiterin. Einer der Lieferanten habe der Apotheke die Bestellung bereits storniert, weil er selber nicht mehr an die Tests komme.

Manche Apotheken haben noch Tests

Die Akazien-Apotheke auf dem Heiderhof hatte am Mittwoch noch Tests, wie eine Mitarbeiterin berichtet. „Die Nachfrage wird nun vor dem Weihnachtsfest bestimmt weiter ansteigen“, vermutet sie. Sie verkauft die Tests für 4,99 Euro das Stück.

In der Forum-Apotheke in Wachtberg-Berkum freute man sich über eine Lieferung von Tests. Für 4,40 Euro das Stück gingen sie über die Ladentheke. „Die Tests werden bestimmt wieder schnell ausverkauft sein“, so eine Mitarbeiterin.

Auch Drogerieketten haben Lieferprobleme

Das Lieferproblem betrifft auch die großen Drogeriemarkt-Ketten. Bei DM etwa konnte sich der Kunde bis vor ein paar Tagen online darüber informieren, welche Filiale, wie viele Tests vorrätig hat. Pro Kunde wurden fünf Test verkauft. Vermeldete ein Markt, dass er morgens rund 300 Tests in die Regale gestellt hatte, waren diese meist im Lauf des Tages ausverkauft. Die Funktion, den Warenbestand online einzusehen, hat DM in der Zwischenzeit deaktiviert. „Derzeit ist es nicht möglich, die Verfügbarkeit der Selbsttest unter dm.de oder in der ‚Mein dm-App‘ zu prüfen, da sich die Situation im dm-Markt sehr schnell ändern kann“, so DM-Geschäftsführer Sebastian Bayer, verantwortlich für Marketing und Beschaffung gegenüber dem GA.

 „Wir möchten unseren Kunden sowohl über unseren Online-Shop und die App als auch in unseren Märkten den Zugang zu einem attraktiven Sortiment an Selbsttests ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir verschiedene Produkte von unterschiedlichen Anbietern im Sortiment. Derzeit kann es aufgrund der schwankenden Nachfrage sowie gestörter Lieferketten dazu kommen, dass nicht immer alle Produkte ausreichend verfügbar sind. Unsere Märkte werden jedoch regelmäßig mit neuer Ware beliefert“, erklärt er weiter. DM verkauft die Selbsttests für 1,75 Euro das Stück.

Die Drogeriekette Rossmann hat eine kontinuierlich gesteigerte Nachfrage nach Corona-Selbsttests festgestellt. „Die Verfügbarkeit ist grundsätzlich gesichert, es kann jedoch aufgrund der derzeit hohen Nachfrage punktuell zu kurzfristigen Engpässen kommen“, so eine Sprecherin des Unternehmens. Man beobachte die Situation natürlich könne aber keine detaillierten Fragen beantworten – wie zum Beispiel die der Preisgestaltung. Rossmann verkauft pro Kunde zehn Tests, am Dienstag kostete ein Test 2,95 Euro.