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Deutsches Museum in Bonn: Atemlos durch Bonn oder die Galaxis

Deutsches Museum in Bonn : Atemlos durch Bonn oder die Galaxis

Schon immer wollte der Mensch wissen, was die Zukunft bringt. Sollte vor Jahrhunderten der Vogelflug Rückschlüsse auf das Wetter liefern, Antworten im Kaffeesatz oder in den Sternen verborgen sein, so bedient sich die Menschheit heute der modernen Wissenschaft.

In welcher Stadt wollen wir in Zukunft leben? Welcher Lösungen bedarf es für die Kommunen angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen wie Energiewende, Klimaanpassung und Ressourcenschonung?

Um diese Fragen geht es dem Bundesministerium für Bildung und Forschung im aktuellen Wissenschaftsjahr. Antworten darauf will auch die von "openmuseum" und Deutschem Museum Bonn konzipierte digitale Schnitzeljagd geben.

Voraussetzung für diese "EduCaching-Tour" zum Ferienbeginn ist allerdings ein internetfähiges Handy. Seit Dienstag ist die digitale Entdeckungstour "on". Getreu dem Motto: Atemlos durch Bonn oder per Handy durch die Galaxis. Ziel der Entdeckungsreise ist es, die Stadt mit anderen Augen zu sehen.

Die spannende Reise durch die Gegenwart und in die Zukunft startet am Museum an der Ahrstraße und führt über sechs Etappen durch die Stadt. Gleich zu Beginn geht es um eine Technologie, die vor Jahrzehnten weltweit die Verkehrskonzepte revolutionierte: Die Magnetschwebetechnik.

Ein paar Klicks, schon ist man vor dem Transrapid darüber informiert, dass mit diesem Verfahren im April in Japan die Rekordgeschwindigkeit von 603 Stundenkilometern erreicht wurde.

90 Minuten digitaler Ferienspaß

Der digitale Ferienspaß entstand in Zusammenarbeit mit der Leibniz-Gemeinschaft, dem "openmuseum" als Kurator und mit Unterstützung der Stadtwerke Bonn. Zielgruppen sind Familien mit Kindern ab etwa zehn Jahren. Rund 90 Minuten dauert die Tour. Wer auf die erste Frage die richtige Antwort eingetippt hat, der wird zum nächsten Standort geleitet.

Anhand von Informationen, aber auch Animationen und kleinen Filmen werden Fragen rund um erneuerbare Energie, Klimawandel, die Idee von "Urban Gardening", aber auch verschiedene Mobilitätskonzepte und ihr Nutzen für zukünftige Generationen angesprochen. "Deshalb empfehlen wir auch, die Schnitzeljagd ganz umweltbewusst mit dem Fahrrad zu unternehmen", erklärt Helge David von "openmuseum".

"Als Technikmuseum haben wir natürlich ein ganz besonderes Interesse daran, auch die Möglichkeiten der technischen Medien zu nutzen", stellt Museumsleiterin Andrea Niehaus die Idee für dieses neue Format vor.

Mit der "EduCaching-Tour" will das Deutsche Museum die hohe Internetaffinität der Jugendlichen nutzen. "Fast jeder verfügt heutzutage über ein Smartphone", so Niehaus. "Wir möchten mit diesem Angebot jedoch erreichen, dass Jugendliche die Möglichkeiten im Netz sinnvoll nutzen. Damit kommen wir auch unserem Bildungsauftrag nach."

Einzigartig ist dieses Ferienvergnügen aber auch in einer ganz anderen Hinsicht: Die Schnitzeljagd kann rund um die Uhr gestartet werden, sieben Tage in der Woche. "Und sie ist zudem auch noch kostenlos", fügt Andrea Niehaus hinzu.

So funktioniert's

Die Schnitzeljagd startet am Deutschen Museum, Ahrstraße 45. Von dort aus geht es zu den Stationen. Für jedes Ziel ist eine Internetseite eingerichtet, die Hinweise auf den nächsten Punkt gibt. Am Ende jeder Etappe, muss ein kleines Rätsel gelöst und die Antwort in eine Kurz-URL eingefügt werden. Nähere Hinweise auf www.wp.me/p43m2X-n2.