Aufbau hat begonnen Das erwartet die Besucher beim Bad Godesberger Nikolausmarkt

Bad Godesberg · Der Nikolausmarkt nimmt langsam aber sicher Formen an. Aktuell werden die Hütten aufgebaut, auch das Karussell steht bereits auf dem Theaterplatz. Nach der Eröffnung am 24. November erwartet die Besucher viel Bekanntes, Neues – und eine Premiere.

 Der Aufbau des Nikolausmarktes in der Godesberger City ist in vollem Gange: Karussell-Mitarbeiter Jean-Luc Huff (r.) und Veranstaltungsleiter Konrad Pyc.

Der Aufbau des Nikolausmarktes in der Godesberger City ist in vollem Gange: Karussell-Mitarbeiter Jean-Luc Huff (r.) und Veranstaltungsleiter Konrad Pyc.

Foto: Axel Vogel

Zwar dauert es noch ein paar Tage, bis die erste Kerze auf dem Adventskranz entzündet wird. In der Bad Godesberger Fußgängerzone aber herrscht – trotz des eher herbstlich anmutenden Wetters – schon betriebsame vorweihnachtliche Stimmung. Das liegt zum einen an dem großen Weihnachtsbaum, den der Verein Stadtmarketing vor dem Schauspielhaus am Theaterplatz aufgestellt hat. Zum anderen nimmt der Nikolausmarkt langsam aber sicher Form an. Handwerker und Beschicker sind aktuell dabei, die Hütten für den Markt aufzubauen und einzurichten.

29 Buden, vom Karussell bis zum Glühweinstand, sind es, die die Besucher ab Freitag, 24. November, auf Theaterplatz und Am Fronhof locken wollen. Dabei gibt es im Vergleich zum Vorjahr nur wenige Änderungen, weiß Stadtmarketing-Veranstaltungsleiter Konrad Pyc. Zum ersten Mal dabei ist ein Schmuckstand, der aber bereits Godesberg-Erfahrung gesammelt hat – beim Antikmarkt. „Dort lief alles richtig gut, und er war total begeistert“, sagt Pyc. Da fiel der Schritt, sich beim Nikolausmarkt auszuprobieren, nicht schwer.

Eine Nikolausmarkt-Pause hingegen legt der Stand ein, an dem alljährlich bunte, leuchtende Sterne für eine besinnliche Atmosphäre sorgten. Der Inhaber habe einen festen Job und daher in den vergangenen beiden Jahren eigens Leute angestellt, um die Hütte beim Nikolausmarkt besetzen zu können, berichtet Pyc. Das bereite doppelte Probleme: Zum einen sei es aktuell schwierig, Personal zu finden, zum anderen sei es eine finanzielle Frage. „Dies hier ist ein Markt, bei dem man besser selbst im Stand steht“, so der Veranstaltungsleiter. Der darin übrigens auch den Grund ausmacht, weswegen es insgesamt zehn Hütten weniger gibt, als vor der Corona-Zeit. Da Märkte und Co. abgesagt wurden, seien „viele Händler in eine Festanstellung gegangen“. Diese gäben sie nicht mehr auf. Und fielen deshalb für den Nikolausmarkt aus.

Die neuen Vorgaben der Feuerwehr, die im vergangenen Jahr für Furore sorgten, hätten damit nichts zu tun. Wie berichtet, musste Stadtmarketing die Buden kurzfristig anders stellen, damit im Notfall die Rettungskräfte besser an die umliegenden Häuser herankommen. Kurz sah es so aus, als müsste der Markt sogar abgesagt werden. Nach einigem Hin und Her und verschiedenen Begehungen aber wurde eine Lösung gefunden, die auch in diesem Jahr greift. „Wir haben genauso gestellt wie 2022“, so Pyc. Aber: „Platz für die ein oder andere Hütte hätten wir aber trotzdem noch.“

Karussells, Krippe und Kunsthandwerk

Ansonsten erwarten die Besucher viele alte Bekannte. Neben geräuchertem Fisch, diversen (Heiß-)Getränke- und Essensständen gibt es einen Tannenbaumverkauf, Karussells und jede Menge Kunsthandwerk. Außerdem darf die beliebte Krippe nicht fehlen. Und auch die Vereinshütte gegenüber der Fronhofer Galeria ist wieder am Start. Sie wird täglich von einem anderen Verein bestückt. Sie ist quasi ausgebucht, lediglich zwei Slots sind laut Pyc noch frei. Darüber hinaus sorgen 70 kleine Tannenbäume – angeschafft, geschmückt und aufgestellt vom Verein Stadtmarketing – für weihnachtliches Flair. Außerdem gibt es – zusätzlich zu den „normalen“ Angeboten – ein abwechslungsreiches Programm.

Verkaufsoffener Sonntag und Antikmarkt: Am 3. Dezember steht der verkaufsoffene Sonntag an, und zwar von 13 bis 18 Uhr. Besonders zwischen 14 und 17 Uhr aber lohnt sich ein Besuch für den Nachwuchs. Dann gibt es für jedes Kind bis zwölf Jahren von Stadtmarketing einen Schoko-Nikolaus, einen Karussell-Chip und ein Heißgetränk vom Weinhaus Schrauth. „Unsere Mitarbeiter sind an den roten Jacken und Zipfelmützen zu erkennen“, verrät Pyc. Parallel zum verkaufsoffenen Sonntag findet von 11 bis 18 Uhr ein Antikmarkt in der Stadthalle statt, von 16 bis 18 Uhr gibt es Musik mit der Jazz-Band „Tritone Cartel“ auf dem Platz Am Fronhof.

Der Nikolaus kommt: Damit der Nikolausmarkt seinen Namen auch verdient, schaut eben jener am Mittwoch, 6. Dezember, in der Bad Godesberger City vorbei. Von 13 bis 17 Uhr macht er Halt in der Fronhofer Galeria und empfängt die kleinen Besucher.

Spenden und Alphörner: Die Biker4kids besuchen am Samstag, 16. Dezember, um 15 Uhr den Nikolausmarkt. Dabei sammeln sie Spenden für die Kinderhospizarbeit. Wer die Klänge der Alphörner mag, sollte um 14 Uhr zum Markt kommen. Bis 16 Uhr begeistern die Original Eifler Alphornissen mit ihrem weihnachtlichen Repertoire die Besucher.

Schauspielhaus: An den drei Adventssonntagen ergänzt das Schauspielhaus am Theaterplatz das Nikolausmarkt-Programm. Am 3., 10. und 17. Dezember lesen Mitglieder des Schauspielensembles im Kassenfoyer kurzweilige Adventsgeschichten vor. Beginn ist jeweils um 14 Uhr, der Eintritt ist frei.

Weihnachtliche Nachlese: Zum ersten Mal geht der Nikolausmarkt in die Verlängerung. Denn nach dem offiziellen Ende am 23. Dezember, geht es für einige Stände vom 26. bis zum 31. Dezember weiter. Ungefähr die Hälfte der Buden ist dann noch dabei. Es gibt Essen und Getränke, auch das Karussell ist noch am Start. Ob es das traditionelle Abglühen am 23. Dezember dennoch geben wird, vermag Pyc nicht zu sagen. Das habe man seitens Stadtmarketing ohnehin nie beworben.

Wie lange die Hütten am letzten Tag geöffnet haben, steht noch nicht fest. Das werde sich nach der Besucherzahl an Silvester richten, sagt Pyc. Dass die weihnachtliche Nachlese Premiere feiert, liegt vor allem an den Beschickern. „Wir haben sie gefragt, ob sie sich eine Verlängerung vorstellen können“, so Pyc. Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen. „Wenn alles gut läuft, wird es im kommenden Jahr auf jeden Fall eine Wiederholung geben“, ist der Veranstaltungsleiter sicher. Falls gewünscht, sogar über Silvester hinaus.

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