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Bad Godesberg: Ehepaar spendet neues Kreuz für Niklas Pöhler

Nach Beschädigung : Ehepaar spendet neues Kreuz für Gedenkstätte von Niklas Pöhler

Kurz nach dem fünften Todestag von Niklas Pöhler berichtet eine Leserin, dass das Kreuz an der Gedenkstätte von Niklas Pöhler in Bad Godesberg zerbrochen sei. Ein Godesberger Ehepaar, das anonym bleiben möchte, hat das zerbrochene Holzkreuz nun ersetzt.

Diese Nachricht dürfte nicht nur die Mehlemerin freuen, die sich um die Gedenkstätte von Niklas Pöhler kümmert. Ein Godesberger Ehepaar, das anonym bleiben möchte, hat das zerbrochene Holzkreuz, das an den 17-jährigen Schüler und die Gewalttat, der er zum Opfer fiel, erinnert, ersetzt. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung am Dienstag hatte sich eine Frau in der Lokalredaktion gemeldet und ein zeitnahes Handeln angekündigt. Am Mittwoch dann vermeldete sie schon Vollzug.

Brutale Gewalttat an der Rheinallee

Warum das Ehepaar nicht genannt werden will, begründete die Spenderin so: „Wir halten es lieber wie die nette alte Dame und haben einfach als Godesberger geholfen.“ Denn die 85-jährige Mehlemerin, die den GA auf das zerbrochene Kreuz aufmerksam gemacht hatte, weil sie dort regelmäßig vorbeischaut, wollte ebenfalls keinen Namen nennen.

Nach dem Rückweg von Rhein in Flammen war Niklas Pöhler am Rondell an der Rheinallee 2016 von Jugendlichen brutal zusammengeschlagen worden. Einige Tage später war er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. An der Stelle entstand relativ schnell eine improvisierte Gedenkstätte, mit Grablicht, Kreuzen und Fotos. Im Frühjahr hatte der Bürger Bund Bonn (BBB) in der Bezirksvertretung wissen wollen, wann die Verwaltung ein „würdiges Gedenken“ ermögliche. Dazu hatte die Stadt mitgeteilt, erst den Masterplan für die Innenstadt (ISEK) abwarten zu wollen, da der Bereich an der Rheinallee auch umgestaltet werden solle. es