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Bad Godesberg: Kreuz an Gedenkstätte von Niklas Pöhler beschädigt

Fünf Jahre nach Gewalttat in Bad Godesberg : Kreuz an Gedenkstätte von Niklas Pöhler auseinandergebrochen

Kurz nach dem fünften Todestag von Niklas Pöhler berichtet eine Leserin, dass das Kreuz an der Gedenkstätte entzwei ist. Die Mehlemerin kommt regelmäßig zum Rondell an der Rheinallee, wo er Opfer einer Gewalttat wurde.

Seit fünf Jahren erinnert das kleine Holzkreuz an der Unterführung zur Rheinallee an den Schüler Niklas Pöhler. Und daran, dass er an eben dieser Stelle einer sinnlosen und brutalen Tat zum Opfer fiel, an deren Folgen er ein paar Tage später starb.

Die Frau, die sich jetzt beim GA meldete und darüber berichtete, dass das Kreuz kaputt sei, hat den 17-Jährigen nicht gekannt. Trotzdem macht sich die 85-Jährige regelmäßig mit dem Bus aus Mehlem auf, um die Gedenkstätte ein wenig zu pflegen. „Vor allem auch, um die Blumen dort zu gießen“, sagt die Frau, die anonym bleiben möchte. Jetzt fragt sie sich, ob das Ganze mutwillig geschehen sei. „Denn ich habe dort schon häufiger Jugendliche gesehen, die sich an den Bänken versammeln und dann ihren Müll hinterlassen“, erzählt sie.

Zudem liege häufig der von der Stadt gerade erst aufgetragene Ziersplitt neben dem Rondell. Das war auch am Montag der Fall. Ob das Kreuz auseinandergebrochen ist oder wurde, lässt sich auf den ersten Blick nicht erkennen. Die Langholzdübel, die der Verbindung von Unter- und Oberteil dienen, sind teils abgebrochen. Die Mehlemer Seniorin wünscht sich schnell Ersatz; auch, weil sie bei ihren Besuchen immer wieder feststellt, dass Passanten kurz stehenbleiben und innehalten. „So ist Niklas nicht vergessen“, meint sie.

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