Event im Juni KulturFestival Bad Godesberg feiert seine Premiere

Bad Godesberg · Zum ersten Mal wird es in Bad Godesberg ein KulturFestival geben. Anfang Juni öffnet (fast) alles, was mit Kunst und Kultur zu tun hat, seine Türen.

Freuen sich auf das erste KulturFestival: Volker Kregel (links), Anna Baumgart und Christoph Jansen.

Freuen sich auf das erste KulturFestival: Volker Kregel (links), Anna Baumgart und Christoph Jansen.

Foto: Axel Vogel

Egal ob Schauspiel oder Literatur, Kunst oder Musik: Die Bad Godesberger Kulturszene ist mehr als abwechslungsreich aufgestellt. Vereine und Initiativen, Theater und Ateliers – um nur einige zu nennen – sorgen dafür, dass das kulturelle Leben im Bonner Süden für jeden Geschmack, jedes Alter, jedes Interesse etwas zu bieten hat. Wie breit gefächert das Angebot tatsächlich ist, wird sich dem geneigten Besucher Anfang Juni zeigen. Dann nämlich steht das erste „KulturFestival Bad Godesberg“ auf dem Programm.

Der offizielle Startschuss fällt am Freitag, 7. Juni, um 17 Uhr auf der Open-Air-Kunstrasenbühne auf dem Plittersdorfer Dorfplatz. Bis einschließlich Sonntag, 9. Juni, sind zahlreiche Spielstätten im gesamten Bezirk mit dabei, darunter der Salon 53177, das Kulturbad Rüngsdorf, die Fronhofer Galeria, das Schauspielhaus, das Kleine Theater, der Trinkpavillon oder die Zentrifuge. Höchster Punkt ist das Café Bonner Eiszeit auf dem Heiderhof. Außerdem findet die „Nacht der Galerien“ statt – wie in den Jahren zuvor mit eigenem Programm in den verschiedenen Galerien, aber nun erstmals gemeinsam mit dem Festival. Verschiedene Acts, die auf der Kunstrasenbühne auftreten, runden das neue Format ab.

Die Idee zu dem Festival stammt aus den Reihen des KulturEnsembles Bad Godesberg, das Volker Kregel, Christoph Jansen und Anna Baumgart gemeinsam gegründet haben. Vor zwei Jahren, nach einer Diskussion zur Innenstadtplanung, wurde man aktiv. „Wir haben gedacht, dass es nicht hilft, immer nur zu jammern und zu hadern, man muss für die Kultur in Bad Godesberg auch etwas verbessern“, sagt Kregel. Gesagt, getan. Zügig wurde das KulturEnsemble aus der Taufe gehoben, mit dem Ziel, die Godesberger Kulturakteure zu vernetzen.

Darüber hinaus sollte und soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass „es mehr Raum braucht für Kultur“, so Baumgart. Und das nicht nur im abstrakten, sondern im ganz konkreten Sinn. Denn es fehle an Proberäumen. Wie man die Kultur besser darstellen und wie der Theaterplatz für kulturelle Aktivitäten erhalten bleiben könne, waren weitere Fragen, auf die man gemeinsam Antworten sucht.

Auf die erste Frage war die Antwort schnell gefunden: mit einem KulturFestival, „bei dem sich alle darstellen und zeigen können“, sagt Kregel. So werde die Vielfalt der Kulturszene sichtbar gemacht, ergänzt Jansen. „Das Potenzial soll hervorgehoben werden.“

Verbindungslinie zwischen den Orten

Ein Logo gibt es übrigens auch schon. Das ist modern, frisch – und erinnert an zwei übereinandergelegte Sanduhren und ist in rot und gelb gehalten, angelehnt an die Bad Godesberger Farben. Doch wieso dieses Logo? „Wir haben uns auf der Karte von Bad Godesberg angeschaut, wer mit dabei ist“, erklärt Baumgart. Die einzelnen Spielstätten wurden verbunden, und heraus kamen die beiden geometrischen Formen. „Es sind die Verbindungslinien zwischen den Orten“, konkretisiert Kregel. Das Logo, für das Grafikdesigner Cyrill Kuhlmann verantwortlich zeichnet, zeige „Dynamik und Flexibilität“, stellt Jansen fest.

Tickets brauchen die Kulturfans nicht. „Jeder Ort regelt das für sich“, sagt Baumgart, deren Rüngsdorfer KulturBad natürlich auch mit dabei ist. Meist sei der Eintritt frei, allerdings gehe der Hut herum, um Spenden zu sammeln. Für einige Veranstaltungen aber – zum Beispiel zur Premiere „Frauen vor Flusslandschaft“ im Schauspielhaus (7. Juni, 19.30 Uhr) – müssen Tickets gekauft werden. „Es ist ja der Auftakt“, erklärt Jansen. „Wir schauen dann, wie es sich entwickelt.“

Klar ist, dass es weitergehen soll. Perspektivisch soll es nicht bei der Premiere bleiben. Vielmehr soll das Festival künftig einmal im Jahr stattfinden. Dabei setzen die Organisatoren auf Wachstum – was das KulturFestival und -Ensemble angeht. „Wir wünschen uns, dass noch mehr dazukommen und mitmachen“, sagt Baumgart.

Außergewöhnliche Spielorte, die man auf den ersten Blick nicht in der Kulturszene verankern würde, sind übrigens jetzt schon dabei. So zum Beispiel die Fronhofer Galeria, in der unter anderem am Freitag, 7. Juni, ab 18 Uhr Rock’n’Roll zu hören ist. Oder das Rheinhotel Dreesen, das am Sonntag, 9. Juni, zum Kinderfest lädt.

Seinen Abschluss findet das dreitägige Event übrigens am 9. Juni um 16 Uhr im Foyer des Schauspielhauses. Ein Beweis dafür, dass das Festival nicht nur allen Sparten einen Raum bietet, sondern auch städtische Kultur mit der freien Szene verbindet.

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