Vollsperrung des Unfallhotspots Goldbergweg So bleibt der Heiderhof für Busse erreichbar

Bad Godesberg · Wenn der Goldbergweg in Bad Godesberg saniert wird, muss er zwei Wochenenden hintereinander komplett gesperrt werden. Dann aber ist laut Stadt für Busse kein Durchkommen mehr. Die Politik möchte das nicht hinnehmen – und bietet Lösungen an.

 Wenn der Goldbergweg saniert wird, muss er zwei Wochenenden hintereinander komplett gesperrt werden.

Wenn der Goldbergweg saniert wird, muss er zwei Wochenenden hintereinander komplett gesperrt werden.

Foto: Axel Vogel

Am Goldbergweg kann es gerade für Radfahrer gefährlich werden. Ein Grund, weswegen die Unfallkommission, in der unter anderem Polizei und Stadt sitzen, die Straße als Unfallhotspot klassifiziert hat. Nun soll unter anderem ein neuer Fahrbahnbelag dafür sorgen, dass der Bereich künftig sicherer wird. Das aber hat Folgen für die Heiderhofer.

Denn um den Goldbergweg sanieren zu können, muss die Straße laut Stadt an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden komplett gesperrt werden. Das ist notwendig, weil die Fahrbahn nur 7,50 Meter breit ist. Um den Goldbergweg teilweise zu sperren und den Verkehr zum Beispiel mit einer Ampel an der Baustelle vorbeizuführen, müsste er laut Stadt nach aktuellen Bestimmungen mindestens 8,50 Meter breit sein. Und damit ist der Heiderhof theoretisch für Fahrzeuge jeglicher Art und damit auch für den Öffentlichen Nahverkehr nicht mehr erreichbar.

Ausweichroute über die Elliger Höhe

Die Elliger Höhe – sofern der kurze Verbindungsweg zum Heiderhofring instandgesetzt würde – könnte laut Stadt als Alternativstrecke für Autos und Co. dienen. Für die Busse aber sah man keine Möglichkeit, auf den Heiderhof zu gelangen. Die städtische Ankündigung sorgte aber nicht nur für Unmut bei einigen Bad Godesbergern, sie rief auch in der Kommunalpolitik Kopfschütteln hervor.

In einem Dringlichkeitsantrag schlug der Bürger Bund Bonn (BBB) daher vor, während der Sanierung Kleinbusse zwischen Stadthalle und Heiderhof einzusetzen. Die nämlich könnten ohne Probleme über die Ausweichroute fahren. Die Idee stieß auf Zustimmung: Einstimmig empfahl die Bad Godesberger Bezirksvertretung der Verwaltung, dem Ansinnen zu folgen.

„Bei der Jahre zurückliegenden Fahrbahnsanierung des Goldbergwegs sah man von einer Vollsperrung des Straßenzugs ab“, so der BBB. Inzwischen hätten sich allerdings die Vorgaben geändert, 8,50 Meter Fahrbahnbreite seien vorgegeben. Dies aber dürfe nicht dazu führen, dass die Heiderhofer zwei komplette Wochenenden vom ÖPNV abgeschnitten seien. Vor allem Familien mit kleinen Kindern und mobilitätseingeschränkte Personen würden Probleme kriegen, wenn die Busse während der Sperrung nur noch bis zur Klosterbergstraße führen. Denn der alternative Fußweg über die Elliger Höhe sei zu steil und außerdem durch den Ausweichverkehr stark frequentiert.

Kleinbusse oder einseitige Verkehrsführung

Doch nicht nur die Kleinbusse erschienen den Bezirksverordneten eine geeignete Lösung zu sein. Über diesen Vorschlag hinaus, so der Wunsch des Gremiums, solle geprüft werden, ob der Verkehr nicht doch einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden könnte. „Unsere dringende Bitte ist, dass der Goldbergweg zumindest halbseitig befahrbar ist“, begründete die CDU ihren Vorstoß.

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