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Orchester der Donatusschule: Benefizkonzert in der Stimson Memorial Church

Orchester der Donatusschule : Benefizkonzert in der Stimson Memorial Church

Benefizkonzerte haben in der Stimson Memorial Church in der früheren Amerikanischen Siedlung Tradition. "Drei bis vier Konzerte finden hier pro Jahr statt", sagte Angela Beckmann, Vorsitzende des Fördervereins dieser besonderen Kirche. Denn: "Wir brauchen Geld, um die Kirche in Schuss zu halten."

Um so mehr freuten sich Vorsitzende und Besucher im voll besetzten Gotteshaus am Freitagabend über den Auftritt des Streicherorchesters der Katholischen Donatusschule unter der Leitung von Elena Spittler und Birgitta Winnen. Mit Liedern und Stücken zum Mai, böhmischen Tänzen und Countrysongs begeisterten die Grundschüler der Klassen eins bis vier das Publikum. Im "Vorprogramm" spielten Emily, Elisa und Eleni Wittbrodt gemeinsam mit Birgitta Winnen und Elena Spittler unter anderem Stücke von Couperin und Dvorák.

Seit sechs Jahren musizieren die Schüler schon gemeinsam. Mit Unterstützung der Musikschule der Stadt Bonn und des Caritasverbands wurden in der Vergangenheit die Instrumentallehrer finanziert, die Instrumente mit Hilfe zahlreicher privater Sponsoren.

"Mittlerweile sind auf diesem Weg fast 50 Instrumente zusammengekommen", sagte Rektorin Evelyn Wittbrodt. Und: "Es fehlen nur noch fünf Celli, dann haben wir die Instrumentalausstattung komplett", so Wittbrodt. Deshalb wurde am Freitagabend nicht nur für den Erhalt der Stimson Memorial Church gesammelt, sondern zur Hälfte auch für den Erwerb von Orchesterinstrumenten. Für die rund 50 Schüler, die bereits mehrere Preise gewinnen konnten, war es bereits der zweite Auftritt in der im Kolonialstil errichteten Kirche. Im vergangenen Jahr waren die Kinder anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Kirche gemeinsam mit dem Orchester des Aloisiuskollegs aufgetreten.

1952 weihte der Hohe Kommissar John J. McCloy das Gotteshaus ein. Dieser entschied, die Kirche nach seinem Vorgesetzten aus dem Zweiten Weltkrieg zu benennen - dem Kriegsminister Henry L. Stimson. 1956 wurde die Stimson Memorial Chapel offizielle Kirche der US-Botschaft, der Nachfolgeeinrichtung der Hohen Kommission.

Seit 14 Jahren gehört die Kirche nun der Stadt Bonn. Der frühere US-Präsident Bill Clinton übergab sie 1999 höchst persönlich an die damalige Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Die Stimson Memorial Church wird von fünf Gemeinden genutzt, die jeweils eine Nutzungsgebühr zahlen. Mit diesen Einnahmen, sowie durch Spenden und Benefizkonzerte wird der Etat der Kirche bestritten. Denn: "Musik spielt in dieser Kirche eine sehr wichtige Rolle, allein schon wegen der hervorragenden Akustik", so Angela Beckmann.