1. Bonn
  2. Bad Godesberg

Selbermachen liegt im Trend: Besucherrekord bei Kreativmesse in Godesberger Stadthalle

Selbermachen liegt im Trend : Besucherrekord bei Kreativmesse in Godesberger Stadthalle

Mehr als 80 Anbieter haben bei der Kreativmesse in der Bad Godesberg Stadthalle für einen neuen Besucherrekord gesorgt. Die teils weit angereisten Händler zeigten Ideen, Materialien und Workshops rund ums kreative Gestalten.

Mehr Aussteller, weitere Räume und ein zweiter Eingang: Die dritte Kreativmesse in der Bad Godesberger Stadthalle zog tausende Besucher an .„Dieses Jahr ist der Andrang nochmal größer, und es sind auch viele jüngere Leute da“, erklärte Marvin Okken, Veranstalter der Messe „Bonn Kreativ“, sichtlich zufrieden. Die Nachfrage werde immer größer, so Okken. „Selbermachen liegt im Trend“, ist sich der Veranstalter sicher. Die Hauptzielgruppe seien Frauen mittleren Alters, aber auch bei Kindern werde die Messe immer beliebter. „Vor allem unsere Workshops sind bei den Kleinen super beliebt“, so Okken.

Die angereisten Händler, teils aus den Niederlanden und dem Elsass, zeigten Ideen, Materialien und Workshops rund ums kreative Gestalten, Nähen und Handarbeiten. Besonders im Trend lagen in diesem Jahr Stempel. Die Firma „Newsstemps“ aus Remagen zeigte auf der Kreativmesse zum ersten Mal neben Stempeln auf Papier und Stoff auch Stempeln auf Fondant.

Aussteller haben lange getüftelt

„Wir haben wirklich lange daran getüftelt“, sagte Axel Schrank, Mitarbeiter von „Newsstemps“. Die Stempel arbeiten mit geschmacksneutraler Lebensmittelfarbe, die einfach auf den Fondant gestempelt wird. Der bestempelte Fondant verziert wie gewohnt Muffins, Torten und andere Leckereien. „Als Clou kann man die gestempelten Formen auch noch mit einem Pinsel ausmalen“, so Schrank. Diese Neuheit kam sichtlich gut an. „Einfache Dinge, die jeden in die Lage versetzen, etwas wirklich Schönes selbst zu machen, kommen immer besonders gut an“, erklärte Schrank.

„Wir werden unseren neuen Stempel dieses Jahr auf 35 weiteren Messen zeigen“, so Schrank.Trotzdem sei die Kreativmesse in Bad Godesberg immer etwas besonderes für die Remagener Firma. „Hier wird einfach alles geboten, was das Herz eines engagierten Bastlers oder ambitionierten Hobbykünstlers höher schlagen lässt“, findet Schrank.

Ausstellung auf mehr Fläche

Die Ausstellungsfläche von Foyer und Großem Saal der Stadthalle wurden auf andere Räumlichkeiten des Hauses ausgeweitet. Die weiteren Räume bildeten eine Art Rundgang, durch den sich die vielen Besucher genüsslich schoben. Auch wenn es manchmal sehr eng wurde: „Um die Sicherheit müssen sich die Besucher keine Sorgen machen“, betonte Okken. Die Stadthalle sei für solche Messen ausgelegt.

Es lohnte sich also, Zeit mitzubringen: Nicht nur, um in Ruhe im Rhythmus der Massen an den Ständen entlangzuschlendern, wie man es zum Beispeil von Weihnachtsmärkten kennt, sondern auch, um an einem der vielfältigen Workshops teilzunehmen.

Nahe des Haupteingangs, in einem separaten Raum, bereitete Thomas Haubold von der Malschule „Kunstraum 84“ seinen nächsten Malkurs vor. „Der Raum ist perfekt für uns. Hier haben wir ein bisschen Ruhe vor dem Trubel in den Hallen“, sagte Haubold. Ein großer Tisch, mit wasserabweisender Folie bedeckt, lud zum Malen ein. „In unserem ersten Aquarellkurs speziell für Kinder hatten wir acht Teilnehmer“, freute sich Haubold. Die Wand zierten Werke des „Kunstraums 84“. „Die Kunstwerke können gerne gekauft werden“, sagte Enis Kurtulus, Inhaber der Malschule in Godesberg, mit einem strahlenden Lächeln.