Skimming-Attacke Betrüger manipulieren Geldautomaten in Pennenfeld

Pennenfeld · Unbekannte Betrüger haben sich an einem Geldautomaten in Pennenfeld zu schaffen gemacht und die Bankdaten verschiedener Kunden ausgespäht, um deren Konten zu plündern. Wie die Polizei mitteilte, ist die Bank an der Zanderstraße von der Skimming-Attacke betroffen.

 Skimming: Mit zusätzlichen elektronischen Bauteilen manipulieren die Täter die Geldautomaten. (Symbolbild)

Skimming: Mit zusätzlichen elektronischen Bauteilen manipulieren die Täter die Geldautomaten. (Symbolbild)

Foto: dpa

Wie hoch der Betrag ist, den die Betrüger erbeutet haben und wie viele Bankkunden betroffen sind, steht noch nicht fest. Klar ist allerdings, dass die Täter mehrfach unterwegs waren, und zwar am 18. und am 28. März sowie am 4., 5. und 6. April. Wer etwas beobachtet hat und wem verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, wird gebeten, sich zu melden. Hinweise nehmen die Beamten unter Tel. 0228/15-0 entgegen.

Doch wie funktioniert diese Masche, das Skimming (englisch abschöpfen)? Die Betrüger manipulieren die Geldautomaten. So wird zum Beispiel am Karteneinschub des Automaten ein Aufsatz samt Kartenleser angebracht, der dem Original sehr ähnlich sieht. "Es ist sehr schwierig, zu erkennen, ob manipuliert wurde", so die Polizei. Mit dem Aufsatz wird der Magnetstreifen der Bankkarte ausgelesen, gespeichert und "eventuell auch per Funk an einen Mittäter übertragen".

Mit Hilfe technischer Geräte gelangen die Täter auch an die PIN-Nummer. Oberhalb oder seitlich des Automaten wird eine Mini-Digitalkamera angebracht, mit der die Eingabe der PIN-Nummer gefilmt wird. Teilweise wird die Eingabe auch über eine zusätzliche Tastatur, die über das Original geklebt wurde, registriert, oder die Täter beobachten ihr Opfer und spähen die Nummer aus.

Haben die Betrüger alle Daten beisammen, kopieren sie sie auf den Magnetstreifen einer Blankokarte und heben das Geld an ausländischen Automaten ab - nicht an deutschen, da diese die Echtheitsmerkmale auf der Karte prüfen.

Doch jeder kann sich schützen: Die Polizei rät, stets die Hand über den Nummernblock zu halten, wenn die PIN-Nummer eingegeben wird. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Personen, die hinter den Kunden stehen, den nötigen Abstand einhalten. Die Geheimzahl sollte niemals weitergegeben und auch nirgendwo notiert werden. Außerdem weist die Kripo daraufhin, dass sich an Geldautomaten niemals Prospekthalter oder ähnliches befinden. Wer Veränderungen an den Automaten bemerkt, sollte sofort die Polizei informieren.

Diese Schutzmaßnahmen sollten stets angewendet werden, wenn die EC-Karte zum Einsatz kommt. Denn teilweise spähen die Betrüger die PIN-Nummer aus und stehlen anschließend die Handtasche samt Portemonnaie. So können sie auch mit der Originalkarte Geld abheben oder einkaufen gehen.