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Bonn-Bad Godesberg: Fußgänger sollen sicher über Koblenzer Straße kommen

Neuer Zebrastreifen in Godesberg : Fußgänger sollen sicher über Koblenzer Straße kommen

Das Tiefbauamt errichtet an der Koblenzer Straße einen neuen Überweg. Dieser verbindet den Kurpark mit dem Ria-Maternus-Platz am Bahnhof. Die Anregung zu der fast 29.000 Euro teuren Maßnahme stammt aus der Bürgerschaft.

Was an der Koblenzer Straße am Kurpark auf den ersten Blick wie größere Grünpflegearbeiten anmutet, entpuppt sich bei genauerer Recherche als Umsetzung eines Bürgerantrags. Auf Anregung der Anlieger hatte die Bezirksvertretung Bad Godesberg nämlich im Sommer 2019 beschlossen, auf Höhe der Hausnummer 79 einen Zebrastreifen einzurichten.

Seit Montag nun ist das Tiefbauamt zunächst auf der Seite gen Süden tätig. Bis voraussichtlich Ende Mai soll der Fußgängerüberweg laut Presseamt markiert und mit einer Beleuchtung versehen werden. Außerdem senken die Bauarbeiter die Bordsteine ab und versehen sie  mit taktilen Elementen für blinde und sehbehinderte Fußgänger.

Die gute Nachricht für die, die sich seinerzeit für ein sicheres Hinüberkommen von A nach B einsetzten: Während der Bauzeit sind die angrenzenden Grundstücke erreichbar. Die Autofahrer jedoch, das war schon am Montag absehbar, brauchen ein wenig mehr Geduld, da die rot-weißen Absperrbarken nur ein einspuriges Vorbeikommen zulassen. Für nicht vermeidbare Verkehrsbeeinträchtigungen bitte das Tiefbauamt um Verständnis, so das Presseamt. Die Kosten für die Maßnahmen liegen bei circa 28.500 Euro.

200 Meter weiter gibt es eine Ampelanlage

Im ersten Moment mutet der Zebrastreifen an dieser Stelle merkwürdig an. Denn knapp 200 Meter weiter gibt es die Ampelanlage an der Ecke Koblenzer Straße/Löbestraße. Wer jedoch ortskundig ist, weiß: Zwischen den Häusern mit der Nummer 79 und 81 gibt es einen Fußweg vom Kurpark zum Ria-Maternus-Platz. Und so hatten sich die Antragsteller damals genau um jene Querenden gesorgt.

Die anschließende von der Politik beauftragte Verkehrszählung gab den Bürgern Recht. „Danach querten in der Spitzenstunde zwischen 13 und 14 Uhr 101 Fußgänger die Fahrbahn im dortigen Bereich. Zur gleichen Zeit lag die Verkehrsbelastung auf der Koblenzer Straße bei 638 Kfz-Einheiten. Daher ist die Anlage eines Zebrastreifens dort möglich und auch sinnvoll“, hatte die Verwaltung geurteilt. Dem folgten die Mitglieder der Bezirksvertretung einstimmig. Zudem gaben sie – trotz anderer Einschätzung der Stadt – dem Wunsch der Antragsteller statt, den Verbindungsweg zwischen Bahnhofsvorplatz und Kurpark besser auszuleuchten. „Der Weg ist eng, dunkel und durch die Begrünung vor Blicken geschützt“, hatten die Anlieger ausgeführt.

Kleiner Wermutstropfen für die City-Besucher: Für die Baumaßnahme müssen zwei öffentliche, nicht bewirtschaftete Parkplätze entfallen.