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Bonn-Bad Godesberg: Mehr Einbrüche in Plittersdorf

Vergleich zum Vorjahr : Es gibt mehr Einbrüche in Plittersdorf

Die Bonner Polizei registriert in Plittersdorf mehr Wohnungseinbrüche als im Vorjahr. Einen Zusammenhang zwischen den Taten sieht die Kripo allerdings nicht.

Kaum wird es am Abend schneller dunkel, häufen sich die Wohnungseinbrüche. Ein Anstieg dieser Straftaten lässt sich derzeit im Bad Godesberger Stadtteil Plittersdorf feststellen.

Erst am Mittwoch berichtete die Bonner Polizei gleich von zwei Einbrüchen in ein Mehrparteienhaus in der Teutonenstraße am vergangenen Dienstag. Erst am 31. Oktober brachen Unbekannte in ein Haus in der Straße „Am Büchel“ ein. Drei Tage zuvor bemerkte eine Frau  in der Europastraße auf ihrer Terrasse einen Unbekannten, der versuchte die Terrassentür aufzuhebeln. Am 23. Oktober schließlich brach ein Einbrecher in eine Wohnung an der Denglerstraße ein und entwendete Bargeld und eine Uhr. Einige Tage zuvor kam es ebenfalls zu einem Einbruch, und am 30. September wurde auf der Teutonenstraße ein geparktes Fahrzeug aufgebrochen.

„Wir verzeichnen im Stadtteil Plittersdorf in diesem Jahr bislang mehr Einbrüche als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich um Zahlen aus der Eingangsstatistik“, sagte Michael Beyer von der Polizei Bonn auf GA-Anfrage. Belastbare Zahlen für das Jahr 2020 würden allerdings erst Anfang des kommenden Jahres mit der polizeilichen Kriminalstatistik veröffentlicht, erklärte er weiter.

Bislang keine Tatzusammenhänge erkennbar

Das Kriminalkommissariat 34, das auf die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen spezialisiert ist, würde grundsätzlich Tatzusammenhänge überprüfen. „Bislang sind keine Tatzusammenhänge erkennbar“, so Beyer. Auf die Frage, ob die Polizei nun ihre Streifentätigkeit im betroffenen Stadtteil intensiviere, antwortete Beyer: „Die aktuelle Kriminalitätssituation fließt neben anderen Besonderheiten mit Relevanz für den genannten Bereich in die arbeitstägliche Besprechungen ein. Diese Punkte werden dann bei einer gegebenenfalls erforderlichen Schwerpunktsetzung entsprechend berücksichtigt“.

Am vergangenen Wochenende wurde der Trinkpavillon der Stadthalle von Unbekannten beschmiert. Bislang hat die Polizei in diesem Jahr sechs Fälle von Sachbeschädigungen in dem Bereich registriert. „Es handelt sich um einen Bereich, der von uns im Blick ist“, so Beyer. Der Kurpark ist Bestandteil des Präsenz- und Interventionskonzeptes der Polizei, allerdings könne dieses derzeit aufgrund der geänderten Einsatzlage durch die Corona-Pandemie nicht vollends durchgeführt werden.

Wie vom Verein Bürger.Bad.Godesberg zu erfahren war, konnte kurzfristig ein Spezialist aus Köln sich der Schmierereien am Trinkpavillon annehmen und diese ohne Rückstände entfernen.