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Bonn-Bad Godesberg: Revierjäger bestätigt Fund von Giftködern

Auf dem Heiderhof und am Ließemer Weg : Revierjäger bestätigt Fund von Giftködern in Bad Godesberg

Jäger Hans Müller hat an drei Stellen in seinem Revier Fleischwurststücke gefunden, die mit einer bläulichen Substanz versetzt waren. Er tippt auf Rattengift. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Offensichtlich ist doch ein Unbekannter unterwegs, der vergiftete Hundeköder auslegt. Das sagt Hans Müller, Jäger im Revier Bad Godesberg II, das von Marienforst bis Ließem reicht. Müller hatte am Dienstag vor einer Woche an drei Stellen in seinem Revier Fleischwurststücke gefunden, die teils mit einer bläulichen Substanz versetzt waren. „Ich tippe auf Rattengift.“ Gefunden hatte er die Köder am Fuderbachsweg nahe dem Heizkraftwerk auf dem Heiderhof und am Ließemer Weg.

Vorausgegangen war ein alarmierender Anruf, den Müller an jenem Dienstag von einem  Arzt und Hundehalter vom Heiderhof bekommen hatte: Der Arzt hatte laut Müllers Schilderungen selbst Giftköder gefunden, untersucht und der Polizei gemeldet. Michael Beyer, Sprecher der Bonner Polizei, bestätigte: „Die Anzeige liegt uns vor, und wir haben inzwischen auch Hinweise darauf, dass mögliche Giftköder auf dem Heiderhof ausgelegt wurden. Wir ermitteln in der Sache.“

Jäger Müller warnt seitdem bei seinen Reviergängen auch alle Hundehalter vor den Giftködern. Das tut auch ein Unbekannter auf Infozetteln, die er an Bäume bindet. Er möchte „ein besserer Mensch“ sein, weshalb er Hundehaltern rät, auf „vergiftete Wurst und Fleischstücke“ zu achten. „Ein Mörder ist unter uns“, heißt es in dem Text. Eine besorgte Hundehalterin vom Heiderhof hatte zudem zwei Köder entdeckt, einen am Gimmersdorfer Weg kurz hinter der Kreuzung Haselingsweg.

    Seit über einer Woche kursierten bereits in den sozialen Netzwerken Hinweise auf ausgelegte Giftköder zwischen Villiprott, Ließem und dem Heiderhof. Mehrere Hunde sollen bereits gestorben sein. Eine Halterin aus Gimmersdorf, die ihren Hund einschläfern lassen musste, glaubt ebenfalls an eine Vergiftung: Sie hatte Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Ein Nachweis für die Vergiftung fehlt allerdings. Die Polizei bittet um Hinweise unter (0228) 150.