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Bonn: Biotonne wird von Bonnorange nur einmal entleert - Laub problematisch

Probleme bei der Laub-Entsorgung : Biotonne wird von Bonnorange nur einmal entleert

Der Mehlemer Conny Sesterhenn hat sich über die Weigerung eines Müllwerkers geärgert, die wieder aufgefüllte Biotonne ein zweites Mal zu leeren. Problematisch ist dies bei Haushalten mit viel Laub. Ein Bonnorange-Sprecher verteidigt das Verhalten des Mitarbeiters.

Der Mehlemer Conny Sesterhenn war am Dienstagmorgen mächtig sauer. Die Biomüllabfuhr von Bonnorange war auf der Straße Auf dem Oelsfeld im Einsatz, dort wo Sesterhenn wohnt. Der Senior wartete schon sehnsüchtig, denn er hatte jede Menge Bioabfall: vor allem Laub. So viel, dass der Inhalt einer Tonne nicht ausreichte. Darum bat Sesterhenn den Müllwerker von Bonnorange, seine Mülltonne ein zweites Mal befüllen und leeren zu dürfen. Doch der lehnte ab, was Sesterhenn schier auf die Palme brachte. Denn der Senior musste sich nun ins Auto setzen und den nicht mitgenommenen Laubabfall gleich kistenweise selbst entsorgen. Und zwar auf der Grünmüllabladestation hinterm Mehlemer Friedhof.

    Dort  ärgerte sich noch ein weiterer Bürger: Der Mehlemer war nämlich auf der Straße Im Gries zu Fuß in Richtung Mehlemer Bahnhof unterwegs und bekam dort dreckige Schuhe: Die Straße ist an dieser Stelle insbesondere nach Regen mit einer Erdschicht überzogen. Schuld sind, so sagt er, zwei zusätzliche Grüncontainer, bei denen durch das Be- beziehungsweise Entladen Grünmüll auf die Straße falle. Er fordert, die Container zu versetzen.

    Was das nur einmalige Entleeren der mit Laub gefüllten Biotonnen angeht, sagt Jérôme Lefèvre, Sprecher von Bonnorange: „Der Müllwerker hat sich bei der Leerung der Biotonne von Familie Sesterhenn richtig verhalten.“ Gartenabfälle, und dazu gehöre auch Laub, sollten nur in kleinen Mengen über die Biotonne entsorgt werden. „Privathaushalte können die 120 Liter fassende Biotonne zwar kostenlos bei uns bestellen, dennoch fallen für Bonnorange Kosten bei der Entsorgung an“, so  Lefèvre weiter.

    Was mit dem überschüssigen Laubabfall passieren soll? „Das gesammelte Laub können alle Bonner im eigenen Garten kompostieren“, so der Bonnorange-Sprecher: „Wir unterstützen Gartenbesitzer, die selbst kompostieren wollen, durch eigens geschulte Kompostberater.“ Ferner könne man das Laub bei den mobilen und stationären Grüncontainern abgeben oder an der qualifizierten Grünannahmestelle in Ückesdorf anliefern. Zudem würden die Wertstoffhöfe Am Dickobskreuz und Südstraße das Laub kostenlos annehmen.

Für Verdruss sorgt der dreckige Zustand der Straße Im Gries an den Grüncontainern. Foto: Axel Vogel

    Was die beiden zusätzlichen Container an der Straße am Friedhof in Mehlem angeht, sagt Lefèvre: Man benötige diese, um dem aktuell hohen Aufkommen von Grünabfällen gerecht zu werden. „Wir haben vor Ort nicht die Möglichkeit, unsere Container anders zu positionieren.“ Um Verschmutzungen zu beseitigen, reinige dort einmal wöchentlich eine Kehrmaschine die Fahrbahn. Da dort leider häufig wilder Müll abgeladen wird, sei dort eine Handreinigerkolonne mehrmals in der Woche im Einsatz. „Der Standort am Friedhof in Mehlem ist dafür vorgesehen, dass dort die nächste qualifizierte Grünannahmestelle entstehen soll“, führt er aus: „Dies wird die Situation deutlich verbessern.“  Weitere Infos unter www.bonnorange.de/gruencontainer.