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Bonn-Mehlem: Schussverletzung bei Massenschlägerei - Machete im Einsatz - Vier Verletzte

Mordkommission der Polizei Bonn ermittelt : Bei Massenschlägerei in Mehlem wurden vier Beteiligte schwer verletzt

Wegen einer Massenschlägerei zwischen zwei Personengruppen musste die Polizei am Sonntagnachmittag mit einem Großaufgebot nach Bonn-Mehlem ausrücken. Vier beteiligte Personen wurden schwer verletzt.

Mit einem Großaufgebot musste die Bonner Polizei am Sonntagnachmittag nach Mehlem ausrücken. Dort hatten sich zwei Gruppen eine gewaltsame Auseinandersetzung geliefert, in deren Verlauf mindestens vier Personen verletzt wurden. Ein 26-jähriger erlitt nach ersten Ermittlungen eine Schussverletzung im Oberkörper – ein Umstand, der seitens der Polizei die Einsetzung einer Mordkommission zur Folge hatte.

Um 14.15 Uhr meldeten Zeugen, dass 15 bis 20 Personen zunächst an der Rüdigerstraße aufeinander losgegangen seien, die zum Teil mit Schusswaffen, Macheten und so genannten Totschlägern bewaffnet waren. Nach anfänglichen verbalen Attacken sei der Streit schnell in eine handgreifliche Auseinandersetzung umgeschlagen. Zeugen meldeten, eine Prügelei gesehen und Schüsse gehört zu haben. Als die Polizei vor Ort eintraf, war ein Teil der gewaltbereiten Streitparteien bereits verschwunden. In einem Auto an der Mainzer Straße trafen die Beamten den schwer verletzten 26-Jährigen an, zudem fanden sie zwei Männer mit Stichverletzungen und einen Mann mit einer Kopfverletzung vor. Weil einige der Verletzten als tatverdächtig gelten, werden sie nach Informationen des General-Anzeigers von der Polizei bewacht. Eine Schusswaffe, eine Machete und Totschläger wurden sichergestellt.

Augenzeugen vermuteten eine Sachbeschädigung oder einen Fall von häuslicher Gewalt als Hintergrund des Streits. Die Polizei geht diesen Hinweisen nun nach. Bei beiden Konfliktparteien handelt es sich um Deutsch-Syrer, ein Teil der Kontrahenten wohnt am Ort des Geschehens, andere im Süden Beuels.