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Bonn: Ordnungsamt kontrolliert Maskenpflicht in Bus und Bahn

Coronavirus in Bonn : Ordnungsamt kontrolliert Maskenpflicht in Bus und Bahn

Die Menschen in Bonn verhalten sich offensichtlich sehr diszipliniert: Bei einer Schwerpunktkontrolle am Freitagmorgen in Bussen und Bahnen mussten das Ordnungsamt nur fünf Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die neue Maskenverordnung schreiben.

Seit Montag gilt auch in Bussen und Bahnen sowie in den Supermärkten und Arztpraxen eine verschärfte Maskenpflicht. So müssen alle Fahrgäste, Kunden und Patienten eine medizinische Maske, FFP2-Masken oder vergleichbaren Mund- und Nasenschutz mit der Kennzeichnung KN95 oder N95 tragen.

Die sogenannten Textil-Masken, die vielfach auch selbst genäht wurden, sowie einfache Tücher oder Schals werden nicht mehr akzeptiert. Eine Schwerpunktkontrolle am Freitagmorgen in den Fahrzeugen der Stadtwerke Bonn ergab: Die meisten Fahrgäste haben diese Regel bereits verinnerlicht und tragen die vorgeschriebenen Masken.

Dem städtischen Presseamt zufolge mussten am Freitag in der Zeit der Kontrollen zwischen 7 und 10 Uhr lediglich fünf Anzeigen geschrieben werden. So trugen vier Fahrgäste überhaupt keine Maske, ein Fahrgast hatte sich lediglich einen Schal vor Mund und Nase gezogen. „Die Resonanz bei den Fahrgästen war insgesamt positiv. Weitere Kontrollen werden folgen“, kündigte die Stadt Bonn an.

Wer im ÖPNV keine Maske trägt, muss mit einem Bußgeld bis zu 150 Euro rechnen. Wer in den Fahrzeugen nur textile Masken oder einen Schal umbindet, muss 50 Euro zahlen. „Wer in Geschäften ohne oder mit der falschen Maske erwischt wird, zahlt pauschal 50 Euro“, so Vizestadtsprecher Marc Hoffmann. In den Warteschlangen vor den Läden oder auf den Parkplätzen sind wiederum textile Masken zugelassen. 

Bürgerinnen und Bürger sind übrigens ab Montag, 1. Februar, verpflichtet, in den Dienstgebäuden der Bonner Stadtverwaltung ebenfalls medizinische Masken zu tragen. Besucher werden mit Plakaten auf die neue Regelung aufmerksam gemacht. Mit einem entsprechenden Beschluss hat sich der Krisenstab der Stadt Bonn an der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes orientiert, die, wie gesagt, beim Einkaufen, beim Arztbesuch sowie in Bussen und Bahnen das Tragen einer medizinischen Maske vorschreibt. Die Beschäftigten der Bonner Stadtverwaltung, die in der Bedienung der Bürger tätig sind, müssen im Kundenkontakt ebenfalls medizinische Masken tragen.

Der Corona-Inzidenzwert für Bonn lag am Freitag bei 104 bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dem Gesundheitsamt wurden in den vergangenen sieben Tagen 343 Neuinfektionen gemeldet. Der Stadt zufolge sind bislang 138 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bei den jüngsten fünf Todesfällen handelt es sich um drei Männer (81, 92 und 82 Jahre alt) sowie zwei Frauen (86 und 95 Jahre). Ob Vorerkrankungen vorgelegen haben, ist der Stadt Bonn nicht bekannt. 813 Bonner sind derzeit in Quarantäne. In den Krankenhäusern der Stadt liegen zurzeit 91 Menschen aus Bonn und dem Umland, die an Covid-19 erkrankt sind. 64 Patientinnen und Patienten werden auf Normalstationen betreut, 27 Personen liegen auf Intensivstationen, 20 von ihnen müssen beatmet werden.