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Ziel: Mehr Bürgerfreundlichkeit: Bonnorange legt Grundstein für Wertstoffhof-Neubau in Friesdorf

Ziel: Mehr Bürgerfreundlichkeit : Bonnorange legt Grundstein für Wertstoffhof-Neubau in Friesdorf

Mit einem Neubau in Friesdorf will Bonnorange die Kundenfreundlichkeit auf dem Wertstoffhof steigern. Mit der Grundsteinlegung starteten Bauarbeiten am Freitag offiziell.

Der Standort soll bürgerfreundlicher werden: Mit der Grundsteinlegung haben am Freitagnachmittag die Arbeiten zur Modernisierung des Betriebs- und Wertstoffhofs von Bonnorange an der Weststraße in Friesdorf auch offiziell begonnen. Seit den 1920er-Jahren gibt es auf dem Gelände eine Betriebsstätte der Stadtreinigung; seit circa 30 Jahren werden dort auch Wertstoffe und gefährliche Abfälle angenommen. Bereits seit vergangenem Juli wurde das Gelände baureif ertüchtigt.

Weil die Anforderungen an Arbeitsplätze und Sammel-Infrastruktur in den letzten Jahren ständig gestiegen seien, hätten sich Investitionen in die Instandsetzung und Modernisierung nicht mehr gerechnet, erläuterte Bonnorange-Sprecherin Jasmin Mangold. Daher habe man im Jahr 2015 mit der Neukonzeption der gesamten Anlage begonnen. Um die gesteigerte Bürgerfreundlichkeit zu erreichen, sollen die Container in einem Rondell aufgebaut werden, das der Anlieferer kreisförmig umfahren könne, so Mangold. Die verschiedenen Wertstoffe könnten die Bürger dann direkt von oben in die Container werfen; Treppen werde es keine geben. Zudem soll die Ein- und Ausfahrsituation optimiert werden.

Auch die Bürosituation will man mit den Arbeiten verbessern, außerdem sollen Sozialräume für circa 120 Mitarbeiter, eine Erweiterung der Fahrzeughallen sowie vergrößerte Lagerkapazitäten entstehen. Die Nutzung nachhaltiger Baustoffe und der Einsatz energiesparender Technik seien Bedingungen für die Konzeption gewesen, betonte Architekt Christoph Ellermann. Zwei bestehende und erst vor wenigen Jahren errichtete Gebäudeteile sollten in die Planung integriert werden: Neben der als Stahlkonstruktion ausgeführten Halle, die derzeit als Annahmestelle genutzt wird, auch das Silo für den Winterdienst. Eine Prämisse der Bauherren war nämlich, dass dieser genauso wie die Straßenreinigung während der Bauzeit uneingeschränkt vom Standort aus aufrechterhalten wird. Auch die Bürger müssen sich nicht umorientieren: Die Annahme von Wertstoffen in der Weststraße soll von den Bauarbeiten nicht beeinträchtigt werden.

Nach der Begrüßung durch Bonnorange-Chefin Kornelia Hülter zeigte Verwaltungsratsvorsitzender Helmut Wiesner für die anwesenden Gäste noch einmal die Vorteile des Neubaus auf, bevor Architekt Ellermann die Details der Bauarbeiten skizzierte. Der im Inneren hohle Grundstein enthält neben einer aktuellen Ausgabe des General-Anzeigers auch drei „Berts“: Die auch als Give-aways der Stadtreiniger vor allem bei Kindern beliebten Knautschfiguren waren als Müllwerker, als Stadtreiniger und als Werkstattmitarbeiter ausstaffiert. Der Wertstoffhof in Friesdorf ist neben dem Standort am Dickobskreuz einer von derzeit zweien im Bonner Stadtgebiet; für einen geplanten dritten Hof im Rechtsrheinischen, sucht Bonnorange derzeit nach einem passenden Gelände. Die ursprünglich dafür vorgesehenen Markthallen in der Röhfeldstraße können nach einem Beschluss des Stadtrats dafür nicht genutzt werden.