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Baumfällung im Park Carstanjen: Darum ist der Mammutbaum nicht zu retten

Baumfällung im Park Carstanjen : Darum ist der Mammutbaum nicht zu retten

Die Fällung eines Mammutbaums im Park Carstanjen hat besorgte Bürger auf den Plan gerufen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben klärt als Parkbetreiber über die Hintergründe auf.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hat nun erklärt, warum der Mammutbaum im Park Carstanjen nicht zu retten war. Wie berichtet, war er am Dienstag zur Fällung vorbereitet worden – was besorgte Anwohner dem GA gemeldet hatten. „Die Sumpfzypresse wies Astungswunden sowie Auffälligkeiten in der Belaubung auf“, sagte Bima-Pressesprecher Thorsten Grützner. Die Bonner Behörde verwaltet den denkmalgeschützten Park.

Außerdem habe der Baum unter so genannter Wipfeldürre gelitten. Laut Experten meist eine Krankheit alter Bäume und ein Zeichen für ihr Absterben. „Aufgrund des Zustands der Sumpfzypresse hat die Stadt Bonn bereits Ende Juli eine Fällgenehmigung erteilt“, sagte der Pressesprecher. Und es ist nicht der einzige Baum, der diese Woche von einem Fachunternehmen beseitigt wird. „Darüber hinaus ist die ebenfalls genehmigte Fällung von zwei Hängebirken (betula pendula) geplant, welche ein ähnliches Schadensbild aufweisen“, so Grützner.

Als Ersatz für die genannten Bäume will die Bima – in Absprache mit der Denkmalpflege – voraussichtlich noch im Herbst jeweils einen heimischen Laubbaum pflanzen. Angesprochen auf die Kritik der GA-Leser, man sei mit Fällungen schnell dabei, betonte der Sprecher: Das geschehe nur, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen und ein Erhalt der Bäume nicht mehr gewährleistet werden könne.

In erster Linie widme sich die Behörde einem „nachhaltigen und gesunden Erhalt“ der Gehölze. Entsprechend habe die beauftragte Fachfirma bereits damit begonnen, eine Kronenreduzierung an den im Park Carstanjen „ebenfalls stark geschädigten Linden durchzuführen“. Die damit erzielte Erleichterung der Krone verhindere nicht nur das unkontrollierte Abbrechen von Ästen, sondern diente darüber hinaus der Förderung des Neuaustriebes von gesundem Holz.