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Händler wollen wiederkommen: Das ist die bisherige Bilanz des Nikolausmarktes

Händler wollen wiederkommen : Das ist die bisherige Bilanz des Nikolausmarktes

Das Stadtmarketing zieht eine positive Bilanz des Nikolausmarktes in Bad Godesberg, der noch bis zum 23. Dezember läuft. Die Polizei hat bisher 50 Platzverweise ausgesprochen.

Mit dem Abglühen am 23. Dezember geht der Nikolausmarkt zu Ende – und erreicht womöglich seinen Höhepunkt. Denn es wird sehr voll in der Innenstadt, wenn sich aktuelle und ehemalige Bad Godesberger treffen, um alte (Schul-)Freunde zu sehen.

Glaubt man Stadtmarketing-Chef Jürgen Bruder, dessen Verein für den Markt verantwortlich zeichnet, können Händler und Organisatoren zufrieden sein. „Der Nikolausmarkt ist ein Erfolg“, stellt Bruder fest. Zwar habe das Wetter, sprich: der Regen, den Beschickern an dem ein oder anderen Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Generell aber seien die Bad Godesberger „gerne gekommen“, was sich schon bei der Eröffnung gezeigt habe. Rund 50 Leute waren zur Bühne gekommen, schätzt Bruder. „So viele wie noch nie. Es war richtig voll und die Stimmung war toll.“

Verkaufsoffener Sonntag sei ein großer Erfolg gewesen

Auch der verkaufsoffene Sonntag sei ein großer Erfolg gewesen, „die Einzelhändler waren sehr zufrieden“. Und zwar so zufrieden, dass es im kommenden Jahr auf jeden Fall eine Neuauflage geben wird. Was nicht sicher war. Denn nachdem sich im vergangenen Jahr die Gewerkschaft Verdi durchgesetzt hatte und die Läden geschlossen bleiben mussten, habe man „gebangt, dass es auch in diesem Jahr der Fall sein wird“. Doch die Sorge erwies sich als unbegründet.

Die meisten Händler, so Bruder, hätten bereits signalisiert, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen. Allerdings gebe es zwei Beschicker, die „nicht zufrieden sind und nicht wiederkommen wollen“, sagt der Stadtmarketing-Chef. Um wen es sich handelt, wollte er nicht sagen. Nach GA-Informationen soll es sich um Anbieter aus dem Bereich Essen und Trinken handeln.

Doch es gibt auch den ein oder anderen Wermutstropfen. So wurde am vergangenen Wochenende eine der rund zehn Nikolaus-Holzfiguren gestohlen, die die Fußgängerzone verschönern. Enttäuschend, wie Bruder feststellt. „Die Figuren werden uns mit viel Mühe bemalt, lackiert, transportiert und aufgehübscht.“ Und dann komme „so ein Idiot“, der das alles missachte.

Auch in Sachen Beleuchtung gab es ein Problem. So sorgen die Stadtwerke Bonn (SWB) unter anderem dafür, dass die Godesburg in weihnachtlichem Glanz erstrahlt. Zumindest bis zum Montag. Mittags sei man seitens der Stadt darüber informiert worden, dass die Beleuchtung komplett ausgefallen sei, sagte SWB-Sprecherin Veronika John auf GA-Anfrage. Umgehend sei ein Team zur Godesburg gefahren, habe die Anlage unter die Lupe genommen und einen Fehler im Kabelsystem entdeckt. „Der größte Teil wurde bereits repariert“, so John am Dienstag. Der Rest werde im Lauf des Mittwochs wiederhergestellt, sodass die Godesburg bald wieder beleuchtet ist.

Auch Sicherheitsdienst ist beschäftigt

Auch der Sicherheitsdienst, der abends und nachts auf dem Markt unterwegs ist, hatte bereits zu tun, berichtet Bruder. Am vergangenen Wochenende seien unter anderem Bierflaschen gegen Buden geworfen worden. Außerdem hätten Unbekannte versucht, Falschgeld in Umlauf zu bringen. „Ein Jugendlicher wollte 50 Euro bei einem Händler wechseln“, erzählt Bruder. Dieser habe den Schein durch seine Maschine laufen lassen und festgestellt, dass er nicht echt ist. Zu diesem Zeitpunkt war der Jugendliche bereits verschwunden. Ohne das Wechselgeld, so Bruder. Das Gute: „Alle sind gewarnt und aufmerksam.“

Die Polizei spricht insgesamt von einem „ruhigen Einsatz“, war aber schon auf dem Nikolausmarkt aktiv. Am Montagabend wollte ein junger Mann an einem Stand mit einem falschen Zehn-Euro-Schein bezahlen. Er gab an, diesen in einem Schnellrestaurant bekommen zu haben, so Polizeisprecher Simon Rott. Darüber hinaus wurden 118 Personen überprüft und 50 Platzverweise ausgesprochen. Außerdem wurden zwei Frauen und ein Mann in Gewahrsam genommen. Zum einen eine betrunkene 71-Jährige, die am 14. Dezember um 12.30 Uhr auf dem Markt randalierte. „Sie wurde später in die Obhut ihrer Tochter übergeben“, so Rott. Im anderen Fall wurden ein 25-Jähriger und eine 32-Jährige am 7. Dezember um 12.30 Uhr festgesetzt. Ihr Aufenthaltsstatus ist unklar, sie waren laut Rott mehrfach zur Fahndung ausgeschrieben.

 Außerdem verzeichnete die Polizei zwei Taschendiebstähle: einen am 10. Dezember, einen am 27. November. Im letzten Fall, so Rott, wurde das gestohlene Portemonnaie mit komplettem Inhalt in einem Supermarkt an der Villichgasse gefunden.