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Stadtmarketing Bad Godesberg: Das Weinfest soll wiederbelebt werden

Stadtmarketing Bad Godesberg : Das Weinfest soll wiederbelebt werden

Nach der Wahl des neuen Beirats weht ein neuer Wind. 22 Geschäftsleute verschiedenster Branchen arbeiten jetzt beim Stadtmarketing mit.

Erst seit Wahl des Beirats für Bad Godesberg Stadtmarketing besteht eine Geschäftsordnung, nach der ein Mitglied zum Sprecher ernannt werden soll. Rose-Marie Schrottka nimmt diese Aufgabe aber schon seit mehr als acht Jahren wahr und wurde deshalb wie selbstverständlich gewählt. Sie ist Dreh- und Angelpunkt des Gremiums. „Die Leute kommen zu mir, wenn sie irgendwelche Anliegen haben“, sagt sie.

„Vier Vorstände habe ich schon überlebt“, so die Juwelierin. Mit dem jüngsten unter Regie von Jürgen Bruder kamen kürzlich die Neuerungen. „Er will die Aufgaben auf verschiedene Schultern verteilen.“ Das bedeutet: Die Beiratsmitglieder erarbeiten Aufgaben in Projektgruppen. Dafür braucht man viele Helfer – zuletzt war deren Zahl einstellig, jetzt gehören dem Beirat 22 Geschäftsleute aus verschiedenen Branchen an, eine Mischung aus Ur-Godesbergern und Zugezogenen. Die Idee: Je mehr Menschen, desto größer das Netzwerk und desto umfangreicher die Wahrnehmung des Stadtbezirks.

Durch die Arbeit in Kleingruppen werde die ehrenamtliche Tätigkeit neben Beruf, Familie, Alltag und Freizeit für die Mitglieder leichter machbar. Die Hoffnung ist auch, dass dadurch mehr Ideen zustande kommen und umgesetzt werden können, „damit Menschen in Bad Godesberg bleiben beziehungsweise wiederkommen“, so Mitglied Inge Reichardt.

Weitere wichtige Aufgaben des Beirats sind die Werbung neuer Mitglieder und die Umsetzung von Veranstaltungen mit dem Stadtmarketing-Vorstand und dem Pavillonteam. Neben etablierten Events wie der Godema oder dem französischen Markt sind neue geplant: Man will 2017 ein internationales Straßenessen einführen und das frühere Godesberger Weinfest aufleben lassen. Ende Mai soll als Ergänzung zu den Autotagen die Herausforderung für jedermann, der „Biathlon-auf-Schalke-Tour“ ausgerichtet werden. Dafür werden noch Sponsoren gesucht.

Weiterhin will man künftig die Koblenzer Straße, die Bürgerstraße, den Moltkeplatz und andere Bereiche bei Festen einbeziehen. Im Sinne der Integration will der Beirat auch die internationalen Geschäftsleute verstärkt ansprechen und zum Beispiel erreichen, dass an Geschäften nicht nur in arabischer, sondern auch in deutscher Schrift zu lesen ist, was darin verkauft wird. Ziel sei gegenseitige Wertschätzung und Einbeziehung in die Godesberger Geschäftswelt, sagt die Inhaberin von Reichardt Immobilien.