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Ausstellung des Wachtberger Fotoclubs: Den Elefanten im Sucher

Ausstellung des Wachtberger Fotoclubs : Den Elefanten im Sucher

Jeder hat schon im Fernsehen wilde Tiere in freier Wildbahn gesehen. Trotzdem dürfte sich bei dem einen oder anderen Besucher der neuen Ausstellung des Fotoclubs Wachtbergs ein Aha-Effekt einstellen:

Die Hobbyfotografen um ihren langjährigen Vorsitzenden Kurt Hilberath zeigen Großkatzen, Elefanten, jede Menge Wildvögel aber auch heimisches Getier in derartig farbintensiven und detailgetreuen Nahaufnahmen, dass die so fernen Tiere für den Betrachter zum Greifen nah scheinen.

Ob ein Gepard beim Dösen oder eine Seeschwalbe im Flug - dank des Einsatzes weitreichender und lichtstarker Teleobjektives haben die Aktiven des Fotoclubs die Tiere ganz nah heran geholt. So darf man das Motto der Ausstellung des Fotoclubs "Tierisch scharf gesehen", die Vizebürgermeister Oliver Henkel am Mittwochabend im Ratssaal der Berkumer Rathauses eröffnete, wörtlich nehmen.

1971 hatte Kurt Hilberath den Fotoclub gemeinsam mit Altbürgermeister Hans-Jürgen Döring aus der Taufe gehoben. Nach über 40 Jahren kreativen Schaffens erfreut sich die Fotokunst der Aktiven großer Wertschätzung. Das zeigte einmal mehr der große Besucherandrang im Ratssaal anlässlich der mittlerweile zehnten Ausstellungseröffnung. Die wurde vom Niederbachemer Blockflötenconsort begleitet.

Vizebürgermeister Henkel bescheinigte den ausgestellten Werken, dass sie " nur mit der richtigen Inspiration entstehen konnten". Vor allem aber auch mit "dem Gespür für den richtigen Moment", so Henkel. Das kann Fotograf Werner Wolf nur bestätigen, der im vergangenen Jahr einiges unternommen hatte, um Wildtiere eindrucksvoll in Szene zu sehen. Nicht nur beim Besuch von Wildparks in Kenia drückte Wolf, der aus der Grafschaft kommt, auf den Auslösern. Hier gelang ihm etwa das Foto einen Kronkranichs. Auch in deutschen Gefilden war er unterwegs. Ausgestattet mit einem 500er Teleobjektiv schaffte es Werner Wolf den seltenen Eisvogel nach oft stundenlangem Ansitz in der Eifel nahe des Ruhrsees abzulichten.

Sehenswert sind auch die die Aufnahmen des Niederbachemers Heinz Contzen, dessen Flamingo farblich eine Augenweide ist. Aber auch heimische Tiere kommen in der Ausstellung zu ihrem Recht: Hilberath inszenierte trefflich als Motiv eine Katze in einem Bilderrahmen. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 20. März im Ratssaal des Wachtberger Rathauses, der Eintritt ist frei.

Der Wachtberger Fotoclub trifft sich jeden dritten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim in Niederbachem, Mehlemer Straße 3.