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Kreisverkehr-Baustelle in Bonn: Der schiefe Kreisel von Rüngsdorf

Kreisverkehr-Baustelle in Bonn : Der schiefe Kreisel von Rüngsdorf

Der im Bau befindliche Kreisel in Rüngsdorf löst bei vielen Passanten Stirnrunzeln aus, denn er ist schief. Wird er jetzt die neue Attraktion im Ort, ähnlich dem der schiefen Turm von Pisa? Die Stadt hat bereits eine andere Lösung für das Problem.

Wer derzeit am Römerplatz vorbeikommt, mag sich verwundert die Augen reiben. Denn der Kreisel, der dort gerade entsteht, mutet ziemlich schräg an. „Mein Mann und ich waren ziemlich irritiert, als wir dort vorbeigefahren sind“, so eine GA-Leserin.

Selbst wenn der Kreisel schief anmutet, wird dies nicht so bleiben, versichert Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann. „Zunächst bitten wir zu berücksichtigen, dass sich der Kreisel noch im Ausbau befindet.“ Es sei möglich, „dass der derzeitige Ausbauzustand den geschilderten Eindruck bei den Betrachtern erwecken mag“. Aber die städtische Bauleitung überwache den Ausbau und greife wenn nötig auch ein. „So kommt es immer mal wieder vor, dass wir Korrekturen bereits während des laufenden Ausbaus durchführen lassen.“

Derzeit seien für rund zwei Drittel des künftigen Kreisels die Bordsteine und Rinnen, der so genannte Rahmen, gesetzt. „Die ungebundene Tragschicht ist vorgebaut, die abschließende Deckschicht, der Asphalt, noch nicht“, beschreibt der Vize-Stadtsprecher. Doch wieso sieht der Kreisel so schief aus? Dies könnte daran liegen, dass „noch ein Drittel des Altbestandes nicht zurückgebaut ist, weil hierüber der Verkehr geleitet wird“, sagt Hoffmann. Altbestand – das sind Konstantin- und Ubierstraße. Darüber hinaus müsse der Neubau in diesem Bereich höher angelegt werden als auf dem Rest des Platzes. So entstehe der Eindruck, dass der Kreisel schräg stehe. Doch Probleme gebe es nicht: Die Höhen würden angepasst, ist alles fertig, ist der Kreisverkehr also gerade.

Läuft alles nach Plan, soll der Umbau im Juni abgeschlossen sein, insgesamt schlägt er laut Stadt mit rund 790.000 Euro zu Buche. Dann wird ein Kreisel mit einem Außendurchmesser von 28 Metern den Verkehr auf dem Römerplatz regeln. An das Rondell werden Ubier-, Rhein-, Konstantin-, Karl-Finkelnburg- und Rüngsdorfer Straße angeschlossen, nicht jedoch die Cäsariusstraße.