Über das Wirken des Bad Godesbergers Heinz Ader Der Verleger aus der Villichgasse hatte Mut

Bad Godesberg · Die typisch rötliche Färbung der Umschlagseiten steigerte den Wiedererkennungswert der „Godesberger Woche“. Heinz Ader war der Herausgeber dieser Zeitung. Über ihn und sein Wirken forschte jetzt Martin Ammermüler

 Der Godesberger Verleger Heinz Ader lebte von 1893 bis 1944.

Der Godesberger Verleger Heinz Ader lebte von 1893 bis 1944.

Foto: Heimatverein Bad Godesberg

Wer kennt noch den Godesberger Verleger Heinz Ader (1893-1944)? Ein leidenschaftlicher Journalist, der 1928 mitten in die Jahre der Arbeitslosigkeit und des Zeitungssterbens hinein ein eigenes Godesberger Blatt, die „Godesberger Woche“, auf die Beine stellte. 1942 verschwand die Zeitung durch das Wüten der Nationalsozialisten und des Zweiten Weltkriegs von der Bildfläche. Der Heimatforscher Martin Ammermüller hat Ader in den neusten „Heimatblättern“ ein Denkmal gesetzt. Und zwar, indem er die seit 2018 über das Portal „zeitpunkt.nrw“ zugänglichen Digitalisierungen bis 1945 herausgegebenen Zeitungen durchforstete. Dabei stieß er auf 208 Ausgaben dieser „Godesberger Woche“, begeisterte sich für deren Qualität – und bekam Probleme, „die Zeitung wieder aus der Hand zu legen“.