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Gertrud-Bäumer-Realschule: Die Lehrer kommen in der Kutsche

Gertrud-Bäumer-Realschule : Die Lehrer kommen in der Kutsche

Das Johlen und Lachen der Schülerinnen schallt am Mittwoch laut über den Hof der Gertrud-Bäumer-Realschule. Ihr letzter Schultag ist angebrochen, und das ist ein Grund zum Feiern. Zwischen den Mädchen, auf deren T-Shirts ihr Abschlussmotto "Die Göttinnen verlassen den Olymp" in goldener Schrift prangt, entdeckt man drei Fahrzeuge, die an einem normalen Tag wohl nicht auf dem Schulhof zu finden wären.

Die Lehrer der Abschlussklassen, Dagmar Lorenzen, Ursula Rupprich und Tom Schürmann, durften nicht mit dem Auto zur Schule fahren, sie wurden von ihren Schülern abgeholt. Mit einer Pferdekutsche, einem offenen Wagen und einem Polizeiauto.

Die Direktorin der Mädchenschule, Daniela Römmler, sagt, dass es sich dabei um eine rund 20-jährige Tradition an der Schule handelt. Nach der Ankunft auf dem Schulhof geht es dann heraus aus dem strömenden Regen in die trockene Turnhalle. Auf der Bühne tanzen die Mädchen zu lauter Musik umher. Immer mehr Lehrer werden von ihnen dazugerufen. Bei den folgenden Spielen stellen sie und die jüngeren Schülerinnen ihr Geschick unter Beweis. Beinahe schon ein Klassiker ist da das Bobbycarrennen.

Die Mädchen feiern das Ende ihrer Zeit an der Realschule, die am Donnerstag mit der Zeugnisvergabe und dem anschließenden Ball offiziell endet. Die Schulzeit jedoch ist für viele von ihnen trotzdem noch nicht vorbei. 70 Prozent der Abgängerinnen gehen ab dem Herbst auf ein Gymnasium oder ein Berufskolleg. Das sind in diesem Jahr sogar etwa zehn Prozent mehr als bei den vorangegangenen Abschlussjahrgängen, so Römmler. Doch bevor die Schulzeit an einer anderen Schule fortgesetzt oder eine Ausbildung begonnen wird, feiern die Mädchen noch ihre bisherigen Leistungen.

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