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Initiative der Schülerzeitung und Schülervertretung: Diskussion mit prominenten Politik-Experten am Aloisiuskolleg

Initiative der Schülerzeitung und Schülervertretung : Diskussion mit prominenten Politik-Experten am Aloisiuskolleg

Die Schülerzeitung und die Schülervertretung des Ako organisieren einen eigenen Talk zu den Wahlen in den USA. Mit dabei waren Ex-Verfassungsrichter Udo di Fabio und Grünen-Politiker Jürgen Trittin.

Die diesjährigen Präsidentschaftswahlen in den USA haben auch die Schüler des Aloisiuskollegs (Ako) mit großem Interesse verfolgt. Viele Fragen sind allerdings noch offen.

Ein Grund mehr für die Ako-Schüler, die deutsch-amerikanische Zukunft unter die Lupe zu nehmen. Deshalb organisierte das FutureLab eine Diskussionsrunde am Samstagabend mit prominenten Experten, die live auf YouTube und auf der FutureLab-Website übertragen wurde. Das FutureLab ist eine Initiative der Ako-Schülerzeitung akomag und der Schülervertretung des Gymnasiums. An dem Projekt hatten 25 Jugendliche mitgewirkt und das ohne Einflussnahme von Lehrern oder Eltern - angetrieben alleine durch das Interesse an der US-Wahl. „Unser Ziel ist eine demokratische Weiterbildung von Schülern für Schüler“, sagte Victor Abs, Redaktionsleiter der Schülerzeitung. Abs moderierte auch die Diskussion mit den Teilnehmern, Prof. Sabine Sielke und Prof. Ulrich Schlie von der Universität Bonn, Ex-Verfassungsrichter Prof. Udo di Fabio, Dr. Benjamin Becker vom Amerika Haus NRW und ZEIT-Korres­pondentin Rieke Havertz.

Auch die Zuschauer konnten online ihre Fragen stellen

Nach der Runde mit den Experten konnten auch die Zuschauer ihre Fragen stellen. „Unser Ziel ist es, zu informieren und die Zuschauer in den Diskurs einzubinden, damit jeder sich eine eigene Meinung bilden kann“, sagte Benjamin Glenski (17). Der Schüler war am Abend für die Überwachung der Technik zuständig. Kamera, Ton und Licht liefen über sein Pult.

Schülerin Johanna Rohrmann (16) war froh, dass Biden das Rennen gemacht hatte. „Man macht sich ja schon so seine Gedanken, was gewesen wäre, wenn Trump weiterhin Präsident geblieben wäre“, sagte die Schülerin.

Zeit-Korrespondentin: „Müssen Probleme vor der Haustüre selber lösen“

Grünen-Politiker Jürgen Trittin, der mit einem Gastbeitrag zugeschaltet wurde, warnte davor zu glauben, dass es unter Biden wieder einfacher für Europa werden würde. „Europa muss mehr Verantwortung übernehmen. Globale Themen sollten auf den Prüfstand gestellt und neue Chancen genutzt werden“, forderte der Politiker. Becker pflichtete ihm bei: „Ja es gibt hausgemachte Probleme zwischen Amerikanern und Europäern, das liegt nicht nur an Trump.“ Schlie vermutete, dass auch die Biden-Regierung sich mehr auf die amerikanische Innenpolitik konzentrieren werde. „Wir Europäer sollten uns keinen Illusionen hingeben und müssen die Probleme vor der Haustür selbst lösen“, so der Professor für Sicherheits- und Strategieforschung. Havertz beobachtete nach der Wahl ein gespaltenes Amerika.

Schülerin schätzt das besondere Fachwissen

„Die Risse zwischen Demokraten und Republikanern werden so schnell nicht verschwinden“, sagte die USA-Korrespondentin der Zeit.

Johanna Rohrmann, die zuvor bei den Vorbereitungen geholfen hatte, freute sich über eine fachliche Einordnung der Themen: „Wir haben hochkarätige Leute hier, die ein besonderes Fachwissen aufweisen und uns nochmal ganz anders informieren können, als die Medien, die meist eine sehr einseitige Sicht auf die Dinge zeigen“, so die Schülerin.

Weitere Informationen:
www.the-future-lab.de