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Donatusschule in Bad Godesberg: Investition in Schule - neue Mensa

Investition in Schule : Neue Mensa für die Donatusschule in Bad Godesberg

Die Stadt Bonn investiert 2,5 Millionen Euro in die Erweiterung des Offenen Ganztags an der Donatusschule in Plittersdorf. Unter anderem soll von Frühjahr 2021 an eine neue Mensa gebaut werden.

Mehr und zugleich weniger Platz gibt es im kommenden Jahr an der Donatusschule. Denn für den Neubau einer Mensa müssen die Plittersdorfer Teile ihres Schulhofs opfern. Das geht aus einer Vorlage der Stadt zur Sitzung der Bezirksvertretung am 17. Juni hervor. Dort stimmen die Politiker zum einen über die Entwurfsplanung für die Mensa ab, zum anderen aber auch über die Erweiterung des OGS-Traktes und Umbauarbeiten im Bestand. Für die Kosten von 2,5 Millionen Euro kann die Stadt auf den Fördertopf des Landesprojekts „Gute Schule 2020“ (siehe auch Kasten) zurückgreifen.

Für die Schule selbst sind die Planungen „von Bedeutung, da wir bereits jetzt mit 160 OGS-Plätzen den räumlichen Bedarf nur schwer abdecken können, sowohl was die Betreuungsräume als auch die Kapazität der Küche angeht“, teilte der kommissarische Schulleiter Sebastian Hilgers auf Anfrage mit. Durch den Neubau gewinne man nicht nur eine neue Küche und einen Speiseraum, sondern gleichzeitig durch die Verlegung der jetzigen Mensa einen neuen Betreuungsraum.

244 Schüler hat die Donatusschule, die sich laut Stadt auf neun Klassen verteilen. 160 von ihnen nutzen das Nachmittagsangebot. „Wie an vielen Grundschulen gibt es bei uns mehr Bedarf an OGS-Plätzen als die 160, die wir zur Verfügung haben“, sagte dazu Hilgers, der seit 2007 an der Grundschule unterrichtet. Man warte daher auf den Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz, der 2025 in NRW kommen soll. Der Mensaneubau diene bereits dem Ausbau der Infrastruktur für dieses Vorhaben.

Denn laut städtischem Presseamt kann der Speisesaal des eingeschossigen Gebäudes bis zu 96 Schüler und Lehrer gleichzeitig aufnehmen. Den Neubau, der im nördlichen Bereich neben der Turnhalle auf dem Pausenhof entstehen soll, will die Stadt als „KFW-Effizienzhaus 55“-Standard mit Passivhauskomponenten errichten. Das bringt wesentlich höhere Kosten als bei einem „normalen“ Gebäude mit sich. Denn: Die ursprünglich angedachte Versorgung des Neubaus kann nicht über die bestehenden Brennwertkessel erfolgen. „Daher wird im Mensaneubau eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Lüftungsanlage und Wärmerückgewinnung geplant“, heißt es in der Vorlage. Dafür müssen Elektriker aber auch die Stromleistung verstärken – inklusive neuer Trasse und Verteiler.

Warum das Städtische Gebäudemanagement trotzdem diese Version favorisiert, erklärte Andrea Schulte vom Presseamt auf Nachfrage: „Mit dem Einbau einer Geothermie-Anlage entstehen höhere Investitionskosten, aber später geringere Betriebs- und Wartungskosten, da Erdwärme zum Heizen verwendet wird.“ Zudem benötige die Wärmepumpe lediglich Strom für den Betrieb.

Das Gebäude hat eine Holzrahmenbauweise und soll mit Lärchenholz verkleidet werden. Die südliche Eingangsseite erhält eine große Fensterfront, an der Holzfassade gibt es Nisthilfen. Einige satzungsgeschützte Bäume müssen laut Stadt gefällt werden. Es seien jedoch Ersatzpflanzungen vorgesehen, unter anderem auf dem Gründach der Mensa. Da Spielfläche wegfällt, wird der Schulhof umgestaltet; eine Aufwertung erfolge durch neue Spielgeräte.

Den Arbeitsplatz des Hausmeisters integrieren die Architekten gemäß Vorlage ebenfalls in den Mensaneubau. Dadurch kann sein bisheriges Büro dem benachbarten Lehrerzimmer zugeschlagen werden. Über die bauliche Erweiterung des OGS-Gebäudes können zusätzlich ein Bewegungs- sowie ein Differenzierungsraum und Toiletten geschaffen werden. Für das Schulgebäude ist eine barrierefreie WC-Anlage vorgesehen.

Die Mensa soll von Frühjahr 2021 bis Anfang 2022 im laufenden Schulbetrieb gebaut werden. „Im Anschluss erfolgen die Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen am und im Bestandsgebäude, möglichst in den Ferien“, kündigte Schulte an.