Marode Sporthallen in Bad Godesberg Dreifachturnhalle in Pennenfeld öffnet nun doch wieder

Bad Godesberg · Überraschende Nachrichten: Der Sportpark Pennenfeld kann – entgegen anders lautender Nachrichten – nun doch wieder geöffnet werden. Dennoch müssen Interimslösungen gefunden werden. Denn die Halle ist in einem denkbar schlechten Zustand.

Die Dreifachturnhalle in Pennenfeld wird nun doch wieder geöffnet.

Die Dreifachturnhalle in Pennenfeld wird nun doch wieder geöffnet.

Foto: Axel Vogel

Es ist ein Hin und Her, ein Auf und Ab, aber nun wartet die Verwaltung wieder mit einer guten Nachricht auf, was die Dreifachturnhalle in Pennenfeld angeht. Sah es Ende der vergangenen Woche eher so aus, als würde die Sportstätte lange Zeit geschlossen bleiben müssen, wird sie nun doch bald wieder öffnen. Das verkündete Maren Bella vom Städtischen Gebäudemanagement am Mittwochabend in der Sitzung der Bezirksvertretung. Und sorgte damit für überraschte, aber auch glückliche Gesichter in den Reihen der Kommunalpolitiker.

Das städtische Presseamt konnte kurze Zeit später sogar einen konkreten Termin nennen: an diesem Freitag soll die Halle wieder für Schulen und Vereine zur Verfügung stehen. Die allerdings konnten ihr Glück noch nicht ganz fassen. „Ich glaube es erst, wenn es wirklich soweit ist“, sagte ein Vereinsvertreter dem General-Anzeiger am Rande der Sitzung.

Dass er skeptisch blieb, war ihm nicht zu verdenken. Schließlich erlebten die Sportler in den vergangenen Wochen ein Wechselbad der Gefühle. Aufgrund eines technischen Defekts in der Lüftungsanlage musste die Halle Mitte Mai gesperrt werden. Kurze Zeit später dann die erlösende Nachricht: In der letzten Mai-Woche sollte die Sportstätte wieder zur Verfügung stehen. Doch weit gefehlt, die Verwaltung musste zurückrudern. Durch Belastungstests und Vor-Ort-Arbeiten waren zwar die Anlagen zwei und drei wieder zum Laufen gebracht worden. Ein weiterer technischer Defekt aber hatte dazu geführt, dass die Anlage eins komplett ausfiel, so Vize-Stadtsprecher Marc Hoffman. Außerdem fehlten Ersatzteile, sodass eine Öffnung der Halle in weite Ferne zu rücken schien.

„Erfreulicherweise sind die Ersatzteile nunmehr eingetroffen und konnten eingebaut werden“, so Hoffman. Der sich daran anschließende Testbetrieb habe ergeben, „dass die Lüftung nunmehr wieder regelgerecht arbeitet“. Daher könne die Sperrung der Halle aufgehoben werden. „Leider ist aufgrund des Alters und der Reparaturanfälligkeit der gesamten Anlage jedoch nicht vorhersehbar, ob und wann es wieder zu Ausfällen kommt.“

Interimsstandorte dringend gesucht

Das betonte auch Bella in der Sitzung der Bezirksvertretung. „Wir brauchen Interimsstandorte, die wir schnell festlegen“, so die Geschäftsbereichsleitung. Mit Blick auf den Zustand der Halle sei es „sehr, sehr wichtig“, die Suche nach diesen voranzutreiben. Nach wie vor steht nicht fest, ob die Halle saniert oder abgerissen werden soll. Um die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen abzuwägen, hat die Stadt eine Machbarkeitsstudie beauftragt, deren Ergebnisse momentan verwaltungsintern bewertet werden. „Aktuell können wir keinen Zeithorizont nennen, wann die Machbarkeitsstudie den politischen Gremien vorgelegt wird“, so Hoffmann.

Die Pennenfelder ist nicht die einzig marode Halle in Bonn. Die Verwaltung spricht in einer Antwort auf eine Anfrage der CDU gar davon, dass der „Großteil der Turnhallen im Stadtgebiet Sanierungsbedarf aufweist“. Daher habe man diese genauer unter die Lupe genommen und erarbeitet aktuell eine Priorisierungsliste, über die dann die Politik berät und entscheidet. „In diesem Zusammenhang wird sich auch mit der Frage nach den notwendigen Kapazitäten und möglichen Interimslösungen beschäftigt“, so die Verwaltung. Konkrete Fragen zu einzelnen Sportstätten könnten erst beantwortet werden, „wenn das Verfahren weiter fortgeschritten ist“.

Dennoch hakten die Politiker nach. Und erfuhren, dass die Machbarkeitsstudie zum Neubau der Turnhalle an der Mehlemer Domhofschule fertig ist. „Die Ausschreibungen laufen, aber wir benötigen Kapazitäten, um weitere Maßnahmen anzuschieben“, so Bella. Die Kollegen im SGB seien in anderen Projekten gebunden, es fehle an Ressourcen. Die Domhofschule aber sei in der Priorisierung ganz oben, quasi „auf der Warteliste“. Die Turnhalle der Gotenschule, so Bella, „wird zum nächsten Schuljahr im ersten Halbjahr fertig werden“.

Dann werde man auch den Bedarf des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums im Blick halten, teilte die Verwaltung mit. Dort werden derzeit „die Erweiterungsmaßnahme und die Sanierung des Aulagebäudes mit Mensa und Verwaltung durchgeführt und im Anschluss Klassenräume im Bestand umgebaut“. Dann wird das Hauptgebäude leergezogen und saniert – in dieser Zeit, so das SGB, müssen Interimslösungen errichtet werden. Die Pavillons müssen durch Klassen ersetzt und eine neue Sporthalle errichtet werden. „Abschließend kann die Sanierung der Zweifachturnhalle erfolgen.“ Ein Zeitplan könne noch nicht vorgelegt werden, „da die Kapazitäten für die Planung der weiteren Bauabschnitte noch nicht vorhanden sind“.