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Kommentar zum Godesberger Bahnhofsvorplatz: Durchbruch fürs Entrée

Kommentar zum Godesberger Bahnhofsvorplatz : Durchbruch fürs Entrée

Das sind ja ganz neue Perspektiven: Die Erneuerung des Bad Godesberger Bahnhofsvorplatzes steht auf einer städtischen Agenda, die das Etikett "absehbar" verdient. Noch zum Ende dieses Jahres will die Verwaltung mit dem Umbau beginnen. Damit würde für ein wichtiges Entrée der Bad Godesberger Innenstadt der Durchbruch gelingen.

Denn der Pavillon, der den Verein Stadtmarketing und seine Tourist-Information beherbergt, ist nach vehementer Kritik bekanntlich bereits im vergangenen Jahr einer Schönheitskur unterzogen worden. Und Fahrgäste der Deutschen Bahn können sich beim Überwinden der über 150 Treppenstufen des provisorischen Zugangs zu den Gleisen immerhin damit trösten, dass ihre Zeit der Vorfreude auf den lang ersehnten "neuen" Bad Godesberger Bahnhof mit jedem Besuch kürzer wird. Bei der Gelegenheit bleibt übrigens zu hoffen, dass folgenreiche Stürze gerade älterer oder gebrechlicher Menschen auf der wackeligen Metallkonstruktion weiterhin ausbleiben.

Wenn der Bahnhof fertig ist, kann und soll es nun also mit dem Ria-Maternus-Platz weitergehen. Der Kommunalpolitik werden dabei zwei Aufgaben zukommen: Sie muss darüber wachen, dass das Projekt angesichts der leeren städtischen Kassen nicht doch wieder verschoben wird und schlimmstenfalls auf der langen Bank landet. Und: Auch die konkrete Gestaltung des Platzes sollte von der Politik so eng begleitet werden, dass sich eine öffentliche Enttäuschung wie beim Moltkeplatz nicht wiederholt.