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Karneval in Godesberg: Ein letzter Tusch im Pfarrheim

Karneval in Godesberg : Ein letzter Tusch im Pfarrheim

Ein lustiger Nachmittag, an dem am Ende allerdings doch das ein oder andere Tränchen verdrückt wurde: Karin Strohe und ihre neun Mitstreiterinnen der Frauengemeinschaft (kfd) von Sankt Augustinus gaben gestern das Aus für den karnevalistischen Nachmittag bekannt.

"Mer sen och jet ähler jeworde", sagte Strohe, was die rund 100 Frauen im Saal mit einem langen "Aaaah" bedauerten. "Darum geben wir heute noch mal alles - unser Bestes", sagte Strohe und bescherte allen so ein paar Stunden mit selbst gemachtem Karneval, bis hin zur Bewirtung.

"Es ist nicht klar, was mit dem Pfarrheim geschieht", sagte kfd-Vorsitzende Elisabeth Schreiber zur Strukturreform bei den Katholiken. "Auf dem Höhepunkt ihres Könnens sagen die Frauen ade." Stammgast Gundula Gallinger meinte, St. Augustinus sei immer eine kleine und arme Gemeinde gewesen.

"Wir haben aber immer alle zusammengehalten." Seit zehn Jahren kommt Helyante Gerhard zum Karneval: "Schade, dass es vorbei ist." Von der Kuh im Schottenrock sangen die Pänz vom benachbarten Kindergarten. Sketche über die Verwechslung mit einem Stuhl und ein fürchterliches Gewitter waren nur ein Teil des Programms, zum dem auch die Godesberger Tollitäten erschienen.