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Einsatz für die Demokratie: Engagierte Freiwillige diskutieren beim Engagementskongress in Bad Godesberg

Einsatz für die Demokratie : Engagierte Freiwillige diskutieren beim Engagementskongress in Bad Godesberg

Ehrenamtliche, Vertreter der Engagementsförderung sowie Interessierte infmorierten sich beim dritten Engagementskongress in der Stadthalle in Bad Godesberg zum Thema Ehrenamt.

In der Godesberger Stadthalle stehen in den Räumen verteilt bunte Würfel aus Pappe. Auf jeder Seite prangt in großer Schrift eine Zahl. Tritt man näher an die Würfel heran, lässt sich der Text dazu erkennen. Auf einer blauen Seite heißt es: „1,48 Milliarden Stunden jährlich engagieren sich allein die 65-85-Jährigen in Deutschland.“ Auf hellgrünem Grund steht geschrieben: „80 Prozent des bürgerlichen Engagements entfaltet sich auf kommunaler Ebene.“ Auf einem anderen Würfel steht: „Fünf Millionen Menschen in NRW engagieren sich ehrenamtlich.“

Beim dritten Engagementskongress am Montag in Bad Godesberg ging es darum, diese statistisch erfassten Zahlen mit Leben zu füllen. Unter anderem kamen Vertreter aus ganz Nordrhein-Westfalen, Akteure der Engagementsförderung sowie Interessierte zusammen, um über die Zukunft des Ehrenamts zu diskutieren. Auch die Freiwilligenagentur Bonn war unter den Teilnehmern. In diesem Jahr fand der Kongress unter dem Schwerpunkt des sozialen Zusammenhalts und der Demokratiestärkung statt.

Eröffnung durch den Oberbürgermeister

„Themen aktueller denn je“, findet Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der den Kongress eröffnete. „Gebündelte Energien führen zu einem besseren Ergebnis – und wo lassen sich Energien besser bündeln als bei einer solchen Veranstaltung?“, sagte er. Im Vordergrund stand der akteursübergreifende Erfahrungsaustausch, in unterschiedlichen Workshops konnten die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen.

Andrea Milz (CDU), Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, wies auf die enorme Bedeutung der Arbeit von Freiwilligen für die Demokratiestärkung hin. Engagement sei heute weniger denn je, um die Demokratie aufrechtzuerhalten. Auch der Geschäftsführer des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, Ansgar Klein, sprach vom Ehrenamt als einem „Lernort der Demokratie“.

„Im Ehrenamt geht es um Emotionen und Gefühle, da werden Haltung und Werte ausgebildet“, sagte er. Umso wichtiger sei es, Engagement verstärkt zu fördern, spontanes und professionelles Engagement miteinander zu verbinden und Ehrenämtler weiterhin zu motivieren. Denn da sind sich alle Teilnehmer einig – am Ende profitieren alle Seiten vom ehrenamtlichen Engagement. „Was ich zurück bekomme, kann man gar nicht in Geld ausdrücken“, sagte Milz.