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Vernissage im Bad Godesberger Haus an der Redoute: Erinnerungen an Frascati

Vernissage im Bad Godesberger Haus an der Redoute : Erinnerungen an Frascati

Italienische und deutsche Künstler zeigen ihre Werke im Haus an der Redoute. Am Freitagabend ist die Vernissage.

Wenn Künstlerin Giuliana Del Zanna an Bad Godesbergs Partnerstadt Frascati denkt, sind es vor allem Kindheitserinnerungen, die ihr in den Sinn kommen. Häufig fuhr die Römerin mit ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester in den Ort, der vor allem für die Schönheit seiner Villen und dem qualitativ hochwertigen Wein bekannt ist.

So verwundert es kaum, dass die Künstlerin, die in Berlin lebt, ein Foto von damals in ihre Werke integriert hat, die sie im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Salve Frascati – Paesaggi immaginari“ im Haus an der Redoute, Kurfürstenallee 1 a, zeigt. Das Foto zeigt ihre Schwester und sie auf einem Balkon stehend. Die Besonderheit: Der Fotograf hat Del Zannas Kopf abgeschnitten. „Daran habe ich mich erinnert, als die Ausstellung geplant wurde“, so die Künstlerin.

Die Idee zu der Schau hatte Clotilde Lafont-König, Erste Vorsitzende der Bonner Regionalgruppe der Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen, in der allein in Bonn circa 150 Kunstschaffende organisiert sind. Lafont-König selbst zeigt im Haus an der Redoute einige Ölgemälde und führt bei der Vernissage (Freitag, 18 Uhr, Haus an der Redoute) in die Ausstellung ein. Lange Zeit habe sie nicht mehr mit Öl gearbeitet, „nun mache ich es wieder. Unter anderem deswegen, weil ich Ölfarben gefunden habe, die nicht so stinken“, sagte Lafont-König und lächelte.

Imagination mit Landschaften

Die Schau ist eine Veranstaltung von vielen, durch die die Partnerschaft zwischen Bad Godesberg und Frascati vertieft werden soll, erklärte Lafont-König. Zehn Künstler „arbeiten mit dem Thema Imagination mit Landschaften“, so die Künstlerin. Paola Del Vescovo, Milena Kunz-Bijno, Daria Pampaloni, Marcello Ruggeri und Del Zanna stammen aus Italien, Bernd Karsten, Heidi Kuhn, Traudel Lindauer, Christine Theile und Lafont-König aus Deutschland, genauer gesagt aus Bad Godesberg, Bonn und Köln. Die ausgestellten Werke zeigen das breite Spektrum der Künstler.

Neben den Stücken von Del Zanna und Lafont-König sind unter anderem groß- und kleinformatige Bilder, Fotografien, Collagen und Installationen (oder Teile davon) zu sehen. Abgerundet wird die Werkschau durch einige Fotos, die nicht von den Künstlern, sondern von einem Profi und einem Amateur angefertigt wurden. Diese habe sie angefragt, um denjenigen, die noch nie in Frascati waren, Eindrücke der Stadt zu vermitteln, sagte Lafont-König.

Bei der Auswahl bewiesen die Fotografen Humor, erzählte die Künstlerin. Auf einem Foto zum Beispiel ist das weibliche Wahrzeichen der Stadt, die pupazza frascatana, zu sehen. Dabei handelt es sich um ein Brot aus süßem Teig, das in (fast) jeder Bäckerei angeboten wird. Es wird in Form einer Frau gebacken – mit drei Brüsten: „Zwei für die Milch und eine für den Frascatiwein“, erklärte Clotilde Lafont-König und lachte.

Die Vernissage beginnt am Freitag um 18 Uhr im Haus an der Redoute. Sie wird vom Ainola Quartett musikalisch gestaltet. Die Ausstellung ist dann bis Sonntag, 27. November, mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.