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Kriminalität: Ermittlungen gegen Autoknacker

Kriminalität : Ermittlungen gegen Autoknacker

Die Bonner Kriminalpolizei ermittelt aktuell gegen unbekannte Täter, die in den vergangenen Monaten immer gleich bei mehreren Autos pro Nacht die Schlösser aufgebohrt und den Innenraum "entkernt" haben. Laut Polizei bauten sie dabei vorrangig Navigationsgeräte und Airbags aus hochwertigen Wagen von Mercedes Benz, BMW oder Audi aus.

Zu solchen Aufbrüchen war es unter anderem in der Nacht zum 25. November in Wachtberg-Pech gekommen. In dieser Nacht wurden dort fünf Wagen in einer Straße geknackt. In Rheinbach wurden in der Nacht vom 10. zum 11. Dezember weitere sechs Autos geknackt. In Friesdorf hatten unbekannte Täter in der Nacht zum 12. Dezember "Im Wiesengrund" ein Auto aufgebrochen. Die Polizei prüft nun, ob und wie diese Taten zusammenhängen.

"Die Täter sind offensichtlich Profis. Nicht nur, weil sie wissen, wie sie leise und unbemerkt die Autos aufbrechen können, sondern auch, weil sie einen speziellen Markt kennen müssen, um die Beute zu verkaufen", sagte Polizeisprecher Frank Piontek dem GA. Es handle sich um einen Ersatzteilemarkt, der nicht nur auf Deutschland beschränkt sei.

Bei den Ermittlungen gebe es noch keinen konkreten Tatverdacht, Details kann die Polizei dazu nicht nennen. "Schützen kann man sich kaum, gerade weil die Täter so leise arbeiten", sagt Piontek. Er rät, den Wagen möglichst in der Garage, direkt vor dem Haus oder unter einer Laterne abzustellen.