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Vebowag-Neubau an der Truchseßstraße: Erste Bewohner sind eingezogen

Vebowag-Neubau an der Truchseßstraße : Erste Bewohner sind eingezogen

Der Neubau der Vereinigten Bonner Wohnungsbau AG (Vebowag) an der Truchseßstraße ist fertig. Nach 14 Monaten Bauzeit sind die neuen Mieter in die 26 öffentlich geförderten Wohnungen eingezogen. Doch nach dem Projekt ist vor dem Projekt.

So wird es in Pennenfeld, Plittersdorf und Rüngsdorf demnächst neue Vebowag-Wohnungen geben. Die Bauarbeiten auf dem knapp 1700 Quadratmeter großen Grundstück an der Truchseßstraße haben Ende 2014 begonnen.

In dem Neubau gibt es 26 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, die zwischen 35 und 97 Quadratmeter groß sind. Die Wohnungen sind barrierefrei, haben einen Balkon oder eine Terrasse und eine Fußbodenheizung.

Außerdem gibt es einen Aufzug, eine Tiefgarage und ab Mai eine Carsharing-Station. Insgesamt hat die Vebowag drei Millionen Euro investiert, sagt Vorstand Michael Kleine-Hartlage. Die Mieter sind zufrieden: „Es ist ein Traum, in einen Neubau einzuziehen“, sagt Gerkim Makica, der nun mit seiner Frau Suzama an der Truchseßstraße wohnt.

In den kommenden Wochen werden zwei Bauvorhaben in Pennenfeld fertiggestellt. An der Frascatistraße gibt es dann neun geförderte Wohnungen, die durch Dachausbau installiert werden konnten. Außerdem wird dort ein Neubau fertiggestellt, in dem es elf Wohnungen für Senioren geben wird – ein Gemeinschaftsprojekt mit der Arbeiterwohlfahrt.

Der Startschuss für den Neubau an der Kreisauer Straße in Plittersdorf soll in diesem Jahr fallen. Dort entsteht ein Mehrgenerationen-Projekt. Die Baugenehmigung für die geplanten 39 geförderten Wohnungen in zwei Gebäuden liegt laut Kleine-Hartlage bereits vor. Für die insgesamt 2400 Quadratmeter Wohnfläche werden rund 4,8 Millionen Euro investiert.

In zwei Bauabschnitten sollen am Kapellenweg, Ecke Seufertstraße in Rüngsdorf, 76 Wohnungen mit insgesamt 4500 Quadratmetern entstehen. Es gibt bereits einen positiven Bauvorbescheid, „aktuell ist die Genehmigungsplanung in Arbeit“, so Kleine-Hartlage.

Das Projekt soll Mitte dieses Jahres in einer Bürgerinformation näher vorgestellt werden. Das Investitionsvolumen liegt beim ersten Bauabschnitt bei 3,4, beim zweiten sind es mehr als fünf Millionen Euro.

„Es ist sehr wichtig, Sozialwohnungen zu bauen“, sagt Karin Robinet, Aufsichtsratsvorsitzende der Vebowag. Daran werde in Bonn mit Hochdruck gearbeitet.

Doch es gibt auch Probleme: „Bei dem angespannten Wohnungsmarkt ist es sehr schwierig, geeignete Grundstücke zu finden“, sagt Robinet. Das Vorkaufsrecht auf preisgünstige städtische Grundstücke aber sei – neben den Fördermitteln – ein wichtiges Instrument, um niedrige Mietpreise anbieten zu können.

Und noch etwas liegt ihr am Herzen: „Wir könnten günstiger Bauen, wenn wir keine Stellplätze vorhalten müssten.“ Dass das zwingend notwendig ist, ist in der Landesbauordnung festgeschrieben. „Es gibt auf Landesebene Bestrebungen, dies zu ändern“, so Robinet. Eine Initiative, die die Vebowag unterstützt.