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Godesburg in Bad Godesberg: FDP sorgt sich um die Aussicht

Godesburg in Bad Godesberg : FDP sorgt sich um die Aussicht

Wenn es nach der FDP geht, wird der Burgberg in Zukunft nicht mehr Teil des Stadtwalds sein. Vielmehr sollte er wie ein Park behandelt werden, meinen die Liberalen. Denn nur so könnte man ihm eine entsprechende Optik verleihen und ihn für Bad Godesberger und Touristen attraktiver gestalten.

Ob sich der Vorschlag durchsetzt, wird sich am 2. März zeigen. Dann steht der Antrag auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung, die ab 17 Uhr in der Stadthalle tagt.

Godesburg und Burgberg seien das Wahrzeichen Bad Godesbergs. Eigentlich zeige sich auf dem Weg nach oben „ein einzigartiges Panorama vom Siebengebirge bis zum Rodderberg“. Eigentlich. Denn viele Aussichtspunkte seien zugewuchert, die Hänge lägen voller Totholz, was „kein einladendes Bild für Spaziergänge ergibt“. Außerdem seien die nicht asphaltierten Wege ausgewaschen.

Wie berichtet, hatte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung auf Anfrage der FDP mitgeteilt, dass das Holz der gefällten Waldbäume, das auf dem Burgberg liegt, nicht abtransportiert wird. Es handele sich um „liegendes, naturschutzfachlich wertvolles Totholz, welches nach den Naturlandrichtlinien im Bonner Waldbestand verbleiben soll“. Bevor Aussichtspunkte und Bänke frei geschnitten, der Burgberg zum Park umgewidmet wird, müsse man eine umfangreiche Prüfung einleiten. Das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft und die Naturschutzbehörden müssten beteiligt werden, „da es sich bisher um eine Waldfläche im Sinne des Landesforstgesetzes handelt“. Hinzu komme, dass das Areal unter Landschaftsschutz stehe.

Damit wollen sich die Liberalen nicht zufrieden geben. Man spreche schließlich nicht „von irgendeiner Ecke im hintersten Winkel des Stadtwald, sondern von einem Berggelände, welches mittig in der Stadt liegt und das Wahrzeichen Bad Godesbergs trägt“. Der Stadtwald biete genügend Flächen, die als Ausgleich dienen würden, wenn das herumliegende Holz entfernt und der Berg gepflegt werden würde.

Da die Verwaltung aber keine Anstalten mache, die Regeln freier auszulegen, „bleibt nur der Weg, den Burgberg aus der Waldbewirtschaftung herauszunehmen“. In den vergangenen Jahren habe man die Vegetation weitgehend sich selbst überlassen. Die Folge: Viele Aussichtspunkte sind laut FDP zugewuchert, weite Blicke sind Mangelware. Handele man nicht, würden die Bäume bald auch die Sicht von der Terrasse der Godesburg versperren. Deswegen wünsche man sich, dass die umfangreiche Prüfung eingeleitet wird.