1. Bonn
  2. Bad Godesberg

Moderne Ausstattung für Freiwillige: Feuerwehr Pech bezieht neues Gerätehaus

Moderne Ausstattung für Freiwillige : Feuerwehr Pech bezieht neues Gerätehaus

Die Löschgruppe Pech der Freiwilligen Feuerwehr kann am Wochenende in ihr neues Gerätehaus ziehen. Es ist mit 2,25 Millionen Euro etwas teurer als geplant geworden.

Für die Löschgruppe Pech der Wachtberger Feuerwehr heißt es am Samstag wieder umziehen – und zwar von ihrem Provisorium an der Pecher Hauptstraße in ihr nagelneues Gerätehaus an der Seibachstraße. Wie mehrfach berichtet, stammte das alte Gerätehaus noch aus den 1960er Jahren und galt als komplett veraltet, vor allem was die Anforderungen an die Arbeit der Feuerwehr angeht. Daher wurde es im Herbst 2019 komplett abgerissen um Platz für einen Neubau zu schaffen. Die Löschgruppe bezog derweil einen aus dem Boden gestampften Ausweichbau aus Holz und Containern nahe der neuen Brücke der Pecher Hauptstraße.

Überaus erfreulich ist bei dem Projekt: Der anvisierte Zeitrahmen von rund anderthalb Jahren konnte eingehalten werden. Die Kosten erhöhten sich nur um moderate sechs Prozent, so Gemeindesprecherin Margrit Märtens: „Die Gesamtkostenprognose beläuft sich derzeit auf 2,25 Millionen Euro.“ Zwar seien noch nicht alle Leistungen vollständig abgerechnet, die Prognose könne aber als „belastbar“ betrachtet werden.

Die Pecher Löschgruppe verfügt damit nun über das modernste Gerätehaus der Wachtberger Feuerwehr, wobei Wehrleiter Markus Zettelmeyer bereits bei früheren Gelegenheiten betont hatte: „Das neue Feuerwehrgerätehaus ist ein reiner Zweckbau, der den aktuellen Erfordernissen an den Dienst Rechnung trägt.“ Was bei den aktuellen Erfordernissen besonders wichtig ist: Ein Raumkonzept, das vor allem auf einer im Wortsinne „sauberen“ Schwarz-Weiß-Trennung funktionierte. Dahinter verbirgt sich eine eine Trennung des Einsatz- und Sozialbereichs der Wehrleute. Die hatte im alten Spritzenhaus komplett gefehlt, ist aber für die Einsatzbelange von größter Wichtigkeit. Im Kern geht es darum, dass oft vom Brandrauch kontaminierte Einsatzbekleidung der Feuerwehrleute nicht mit ihren privaten Kleidungsstücken in Kontakt kommen darf. Was in dem neuen Gerätehaus ebenso berücksichtig wurde: Es verfügt über sanitäre Einrichtungen, die für Männer und Frauen getrennt sind.

Was den Behelfsbau angeht, sagt Gemeindesprecherin Märtens: „Der Container, der übergangsweise als Feuerwehrhaus gedient hat, wird am 22. Januar abgeholt.“ Im Anschluss erfolgte der Rückbau des Provisoriums samt Wiederherstellung der Flächen.