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Friesdorfer Freibad: Reparaturen gestalten sich schwieriger als gedacht​

Römerbad öffnet am Wochenende : Reparaturen im „Friesi“ gestalten sich schwieriger als gedacht

Wann das Friesdorfer Freibad öffnen kann, ist weiterhin unklar. Während das Römerbad am kommenden Samstag öffnen kann, muss das Frankenbad schließen. Eigentlich sollte es den Sommer über offen bleiben, Personalmangel verhindert dies aber.

Vor knapp drei Wochen hätte die Saison im Friesdorfer Freibad beginnen sollen, doch undichte Becken verhindern seitdem den Start. Wie die Stadt Bonn am Mittwoch mitteilte, sei es nach wie vor unklar, wann das „Friesi“ öffnen kann. „Derzeit arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck daran, die Becken abzudichten“, heißt es seitens des städtischen Presseamts. Die Reparaturarbeiten würden sich dabei „jedoch schwieriger als gedacht“ darstellen, da die Folie an mehreren Stellen beschädigt sei. „Sobald das Abdichten gelungen ist und ein Eröffnungstermin feststeht, wird die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit informieren“, heißt es weiter. Dafür gibt es nun aber für die Schwimmerinnen und Schwimmer, die das „Friesi“ mit einer Saisonkarte nutzen wollten, Unterstützung vom Förderverein Panoramabad Rüngsdorf. Denn die Karten gelten ab sofort alternativ auch für das Panoramabad.

„Friesi“-Schwimmer können auch im Rüngsdorfer Freibad schwimmen

Jürgen Huber, Vorsitzender des Fördervereins, hatte dem GA bereits am vergangenen Wochenende von der Idee berichtet, die nun vom Sport- und Bäderamt abgesegnet wurde. „Die Reaktionen auf das Angebot sind sehr positiv, nur ganz wenige wollen ihr Geld zurück“, sagte Rafael Röger, Vorsitzender der Freibad Freunde Friesdorf dem GA. Der Verein befindet sich aber noch immer im Ungewissen darüber, was mit den Ferienschwimmkursen im „Friesi“ passiert. Es würden Gespräche mit den Schwimmlehrern geführt und man mache sich auch Gedanken über etwaige Ersatzbecken in Bad Godesberg, infrage würden dafür nach GA-Informationen das Rüngsdorfer Panoramabad aber auch das Lehrschwimmbecken im Konrad-Adenauer-Gymnasium kommen.

Frankenbad muss schließen

Zwar kann, wie bereits berichtet, das Römerbad am kommenden Samstag öffnen, dafür müsse nun aber das Frankenbad schließen. „Ursprünglich war geplant, das Frankenbad über den Sommer geöffnet zu lassen. Dies kann aus personellen Gründen jedoch nicht realisiert werden“, teilt die Bundesstadt mit. Dass trotz sommerlicher Temperaturen viele Menschen dennoch ein Hallenbad aufsuchen, um ihre Bahnen ziehen zu können, zeigte sich am vergangenen Wochenende. Am Samstag zählte das Bad nach städtischen Angaben 315 Besucherinnen und Besucher und am Sonntag 293.

Die Verwaltung zieht nach den chaotischen Zuständen im Rüngsdorfer Panoramabad, dem Ennertbad und dem Hardtbergbad am vergangenen Wochenende erste Konsequenzen. So soll beispielsweise wieder ein Sicherheitsdienst in den Freibädern unterwegs sein und dort für Ordnung sorgen.

Extra-Zugang für Inhaber von Online-Tickets

„Durch die Öffnung des Römerbades geht die Verwaltung davon aus, dass sich die Lage an heißen Tagen entspannt, da sich mit dem Römerbad das Angebot der Wasser- und Liegefläche deutlich erweitert“, so das städtische Presseamt. Für Personen, die Online-Tickets erworben haben, stehen bei „hohem Besucheraufkommen“ ab kommenden Samstag in allen Bädern separate Kassen zur Verfügung. Wie Besucherinnen und Besucher ihr Geld für das vergangene Wochenende zurückerhalten, weil sie mit ihren Online-Tickets keinen Zugang mehr zum Ennertbad hatten, erklärt die Stadtverwaltung indes nicht. „Die äußerst bedauerliche Schließung von Bonner Freibädern wegen Überfüllung wie am vergangenen Wochenende darf sich nicht wiederholen, und wir erwarten, dass die Betroffenen oder besser Geschädigten unverzüglich entschädigt werden“, forderte am Mittwoch der Bürger Bund Bonn-Stadtverordnete Johannes Schott in einer Pressemitteilung.